Evangelisches Gymnasium im Technologie-Austausch

Mit Laptop und 3D-Drucker im Handgepäck erwiderten die Schülerinnen und Schüler der Junior-Ingenieur-Akademie der Jahrgangsstufe 9 den Besuch der griechischen Partnergruppe. Schon beim Empfang überraschen die griechischen Schüler des 5. Gymnasium Stravroupolis mit der Schulkleidung des

Evangelischen Gymnasiums.

Gleich am ersten Morgen startete in der Schule das Technik-Projekt in griechisch-deutscher Partnerarbeit. Die Laptops und der 3D-Drucker liefen wie geschmiert im dortigen Computerraum. Aussagen der Teilnehmer:  „Die erste Aufgabe, einen Flaschen-Clip zu konstruieren, war nicht so schwer. Jedoch musste man überlegen, wie gewisse Grenzen des Programmes überwunden werden konnten.“ In den folgenden Tagen sollte das Modell eines Reifenwechselhebers für Go-Karts im 3D-Druck angefertigt werden. „Wir mussten unter Teamarbeit und Absprache das Modell erstellen.“ „Anfangs gab es dabei einige Schwierigkeiten, da man nicht wusste, wie man anfangen sollte. Nachdem man etwas nachgedacht hat und ein wenig Hilfe bekam, ging es ganz leicht und machte Spaß.“  „Das Projekt fand ich gut. Man musste selbst herausfinden, wie man arbeitet, aber nach kurzem hineinkommen konnte man gut arbeiten.“  Eine weitere Meinung: „Da ich noch nie mit diesem Projekt gearbeitet hatte, brauchte ich ein wenig, um mit dem Programm klar zu kommen, doch nach einiger Einarbeitung machte es sehr viel Spaß mehr über diese Technik zu erfahren. Ab und zu war die Kommunikation etwas komplizierter, doch wir kamen immer damit zurecht. Die Chance zu haben, mit einem solchen Programm und einem neuen 3D-Drucker zu arbeiten war unglaublich und ich hoffe, wir bekommen noch oft Gelegenheit, neue Sachen mit diesem Programm auszutesten.“

Am ersten Nachmittag lernte die Gruppe bei einer Führung die antike Großstadtmetropole Thessaloniki kennenlernen. Auf dem Programm standen weiterhin zwei Tagesausflüge. In Vergina, der Hauptstadt des Königreichs Makedonien war das Museum an der Grabstätte Philipps des II., dem Vater Alexander dem Großen, mit seinen Ausgrabungen beeindruckend arrangiert. Der Führer erzählte in deutscher Sprache sehr lebendig die Geschichte und Bedeutung dieses Königs. Der zweite große Ausflug ging in die östliche Umgebung Thessalonikis, dem Chalkidiki, der Handfläche mit den drei Fingern. Der Besuch der Tropfsteinhöhle Petralona war angesagt, in der der Schädel eines mindestens 160 000 Jahre alten Menschen gefunden wurde. Im Anschluss lud der Strand von  Neos Marmaras zum Baden und zum Volleyball ein.

Auch ein Hospitationsvormittag im Unterricht der griechischen Schule gehörte zum Programm. Ein Teilnehmer dazu: „Die Schule war sehr anders, auch der Unterricht mit den Griechen. Dies war sehr interessant, vor allem da man gesehen hat wie unterschiedlich das Unterrichtsgespräch ist, z.B. meldet man sich nicht, sondern sagt einfach das, was man denkt oder glaubt, dass es dem Unterricht hilft.“  Die freien Abende dienten dem Erkunden des Großstadtlebens.

Am letzten Abend wurde der Abschied beim gemeinsamen Grillen in der Schule mit den Gasteltern, Lehrern und den Gastschülern gefeiert.

Einziger Wermutstropfen des Austauschs war, dass Herr Huke, der Initiator des Projekts am Evangelischen Gymnasium, bei der Fahrt nicht dabei sein konnte. Der Dank aller Beteiligten gilt der Deutsche Telekom Stiftung, die das Projekt großzügig unterstützt hat.