60 Betreuungsplätze- 15 davon für Kinder von Klinik-Mitarbeitern

Mit dem traditionellen Spatenstich haben die Stadt Montabaur und ihr Kooperationspartner, das Katholische Klinikum Koblenz – Montabaur, ein Gemeinschaftsprojekt auf den Weg gebracht: Auf dem Klinikgelände an der Peterstorstraße wird eine neue Kindertagesstätte gebaut. Ende 2019 soll sie

bezugsfertig sein und dann 60 Betreuungsplätze bieten; 15 davon werden für Kinder von Klinik-Mitarbeitern reserviert.

Nach rund einem Jahr Vorbereitungszeit, in dem zunächst Sondierungsgespräche und später Vertragsverhandlungen geführt wurden, ist es nun soweit: Der Bau der neuen Kita nach den Plänen vom Architekturbüro Simon hat begonnen. Das neue Gebäude wird nahe der Peterstorstraße stehen und dort insgesamt drei Ebenen haben. Da das Gelände zum Krankenhaus hin stark ansteigt und sich der Neubau parallel zur Krankenhauszufahrt erstreckt, wird es im oberen Bereich nur noch ein Geschoss geben. Insgesamt entstehen Räume für zwei geöffnete Gruppen mit je 25 Kindern im Alter von 2-6 Jahre sowie eine Krippengruppe für 10 Kinder im Alter von 6-24 Monaten.


Zum traditionellen Spatenstich für die neue Kita Peterstorstraße trafen sich Vertreter der Stadt und des Katholischen Klinikums. An den Spaten (v.l.) Guido Göbel, als Fachbereichsleiter bei der VG zuständig für Kitas; Bruder Matthias Kollecker von den Barmherzigen Brüdern, Schwester M. Sabine von den Schwestern vom Heiligen Geist, die künftige Kita-Leiterin Katharina Lörsch, Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland und Architekt Volker Simon. (Bild: Katholisches Klinikum / Olaf Nitz)

Es wird 34 Ganztagsplätze geben. Der Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Montabaur und dem Klinikum sieht vor, dass das Klinikum (genauer gesagt die dahinter stehende BBT-Gruppe, also die Barmherzige Brüder Trier GmbH) der Stadt das Grundstück auf Basis von Erbbaurecht überlässt. Außerdem ist geregelt, wie die Kosten für den Bau den späteren Unterhalt der neuen Kita auf die Partner verteilt werden sollen. Im Gegenzug stellt die Stadt 15 so genannte Belegplätze für die Kinder der Klinik-Mitarbeiter bereit. Die Stadt baut und betreibt die Kita.

Zum Spatenstich auf der grünen Wiese hatten sich dann auch Vertreter beider Partner versammelt. Neben Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland war auch Bürgermeister Edmund Schaaf von der Verbandsgemeinde gekommen, sowie einige seiner Mitarbeiter, die an dem Bauprojekt beteiligt sind, unter anderem Projektleiter Sascha Schmidt von der Gebäudeverwaltung. Mit von der Partie war auch Katharina Lörsch. Sie ist derzeit stellvertretende Leiterin der kommunalen Kita Himmelfeld und wird später die Leitung der Kita Peterstorstraße übernehmen. Das Katholische Klinikum war durch die Geschäftsleitung vertreten. Außerdem kamen Schwestern vom Heiligen Geist sowie Barmherzige Brüder, denn beide Ordensgemeinschaften bilden gemeinsam die Trägergesellschaft des Klinikverbundes. Der Hausobere Werner Hohmann knüpfte bei seinem Grußwort auch an die Ordensgemeinschaften an: „Der Grund und Boden unserer Ordensgemeinschaften ist sicher nicht der schlechteste, um gute Erziehung von Kindern zu begründen. Das meine ich auch im übertragenen Sinne, wenn ich als Grund und Boden die christlichen Werte betrachte, die das Fundament unserer Arbeit sind.“ Er freue sich, so Hohmann, dass Klinik und Stadt so vertrauensvoll zusammenarbeiten. Diese Einschätzung teilte Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland: „Die neue Kita ist ein sinnvolles Projekt, bei dem viele Beteiligte ein gemeinsames Ziel verfolgen. Es soll ein Angebot entstehen, dass dem Bedarf der Stadt und den Erfordernissen des Klinikums entspricht. Eine Aufgabe, die man nur miteinander bewältigen kann.“ Schließlich wünschte sie allen Beteiligten einen reibungslosen und unfallfreien Verlauf der Bauarbeiten, „damit wir hoffentlich Ende nächsten Jahres fertig sind.“ Die Stadt Montabaur wird 3,2 Mio. Euro in den Neubau investieren und darf mit Zuschüssen in Höhe von 170.000 Euro vom Westerwaldkreis und 310.000 Euro vom Land rechnen.