Der Kunstverein Montabaur e.V. und Historica - Stiftung gGmbH laden ein zu „Der Mann mit dem Filzhut“

Am 7. und 8. Oktober, jeweils um 17 Uhr findet in der Kunsthalle Montabaur, Paehlerstr. 2 eine Veranstaltung mit Vortrag und Installationen von Dr. Rudolf Schneider statt.
Die Kunstgeschichte kommt heute - auch bei traditionsbewusst eingestellten Fachleuten - nicht mehr an der Person von Joseph

Beuys vorbei. Gleichzeitig reichen die Vorurteile von deren Bezichtigung als Vermarktungsgenie, Schamane, Till Eulenspiegel, oder als Scharlatan bis zum Superstar.
Beuys versuchte in seinem Werk und seinem Leben eine Einheit von Natur, Geist und Weltordnung zusammen zu bringen. Urbildliche, mythische und magisch-religiöse Zusammenhänge schliesst er mit ein.
Aus der Beschäftigung mit den Naturwissenschaften, nordischen Mythologien, anthroprosophischen und religionsphilosophischen Inhalten bezieht er schon früh die Substanz seiner künstlerischen Schaffenskraft. Von begeisterten Anhängern wird er daher auch als Leonardo da Vinci der Gegenwart bezeichnet.
Mit Aufsehen erregenden, eigenwilligen Kunstaktionen verfolgt er einen sehr umfassenden Kunstbegriff. Bei Beuys „kann jeder Mensch ein Künstler sein“, wenn man ihm die Möglichkeit gibt seine Fähigkeiten aufzufinden und auszubilden.
Der Referent, Herr Dr. Rudolf Schneider will in seine beiden Vorträgen in der
Kunsthalle Montabaur, statt einen Überblick über das gesamte Schaffen von Beuys zu geben, anhand von ausgewählten Kunstwerken, ein tieferes Verständnis für diese revolutionäre Kunst entwickeln. Es handelt sich um Schlüsselwerke, die die Potenz zu einem Aha-Erlebnis besitzen.
Auch wenn der eine oder andere im Anschluss vielleicht Beuys immer noch nicht schätzt, soll eine Lanze dafür gebrochen werden, dass Beuys zu Recht als Ikone der modernen Kunst gehandelt wird.Der Referent bekennt sich jedenfalls zu einem glühenden Anhänger und ist von der Beuys’schen Kunst überzeugt.