Rettungsübung in Oberrod

Es war die Stunde der Rettungshunde. Zu einer großen Einsatzübung trafen sich die ASB Rettungshundestaffel (RHS) Westerwald, die Freiwillige Feuerwehr Oberrod, die Jugendfeuerwehr Oberrod und die Jugendfeuerwehr Rehe im Pfadfindergebiet von Westernohe. Der Staffelleiter der ASB RHS Westerwald Henry

Traut und die Verantwortlichen der FF Oberrod haben für diese besondere Übung ein umfangreiches Szenario ausgearbeitet. Zusammen wurde die Suche nach vermissten Personen geübt, da gerade im Realeinsatz die Feuerwehr und die Rettungshundestaffel als eine Einheit zusammenarbeiten müssen,
Thomas Wüst (FW Oberrod) verdeutlichte dies: "Die Übung dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Gerade bei einer Vermisstensuche ist es gut, wenn man sich schon vor einem Einsatz kennt, denn dann muss nicht mehr viel erklärt werden und man kann direkt mit der Suche beginnen." Die Ausgangslage an diesem Nachmittag: Zehn Jugendliche haben im Pfadfindergebiet von Freitag auf Samstag gezeltet. Am Morgen wurde die Gruppe von einem plötzlich aufziehenden Gewitter überrascht. Zu Fuß wollte die Gruppe schnell in den benachbarten Ort Oberrod eilen und hatte sich dabei verirrt. Daraufhin wurden Feuerwehr und Rettungshundestaffel alarmiert.

Staffelleiter Traut teilte das Suchgebiet in fünf Suchabschnitte ein und wies jedem Suchtrupp, bestehend aus einem Rettungshund, einem Hundeführer und einem Helfer, ein Gebiet zu. Insgesamt kamen fünf Rettungshunde und fünf Suchteams zum Einsatz. Henry koordinierte das Geschehen aus dem Einsatzfahrzeug der Rettungshundestaffel am Startpunkt im Pfadfinderlager. Der Rettungshund Max, sein Hundeführer Heinz und ein Helfer der Feuerwehr gingen als erster Suchtrupp in ihr Gebiet vor. Max ist ein sogenannter Rückverweiser. Nach der Entdeckung des Opfers läuft dieser zu seinem Hundeführer zurück und holt diesen sozusagen ab.

Ein Jugendlicher war verletzt und konnte nicht mehr selbständig einen Hochsitz verlassen. Daraufhin hat der Einsatzleiter die Feuerwehren aus Oberrod und Rehe zum Einsatzort geschickt, damit diese den Jugendlichen fachgerecht und patientenschonend vom Hochsitz retten. Unter der Leitung des Wehrführers der FF Oberrod Stefan Müller, konnte die verletzte Person schnell aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Nach etwa 90 Minuten war die Übung beendet und alle Jugendlichen wurden gefunden. Wehrführer Stefan Müller und Staffelleiter Henry Traut zeigten sich mit dem Übungsablauf sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit der zwei Hilfsorganisationen hat sehr gut funktioniert. (Text und Foto: Wolfgang Gerz)