Fahrplanwechsel ab dem 10. Dezember beinhaltet teilweise erhebliche Veränderungen

Ab Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 wird ein neues Angebotskonzept auf allen Linien der Stadt Herborn, sowie in den Gemeinden Breitscheid, Driedorf, Greifenstein und Sinn umgesetzt. Dies beinhaltet teilweise erhebliche Veränderungen in den Linienwegen und Abfahrtzeiten. Bekannte Probleme konnten

gelöst und WEünsche umgesetzt werden. Es kommen neue Fahrzeuge mit GPS-Ortung und Videoüberwachung sowie aktuellster Abgastechnik zum Einsatz.
Am 10. Dezember wurde nun offiziell die neue Linienbusverbindung zwischen Rennerod und Herborn am Zentralen Busbahnhof in Rennerod präsentiert.

Hierbei handelt es sich um eine überregional bedeutsame Neuerung im Öffentlichen Personennahverkehr, die durch die Kooperation zwischen dem Westerwaldkreis (Rheinland-Pfalz) und dem Lahn-Dill-Kreis (Hessen) länderübergreifend geschaffen wurde. In 19 Fahrten fährt die Buslinie „520“ nun regelmäßig von montags bis freitags von Rennerod über Driedorf nach Herborn – und umgekehrt. Die Linie 520 ist in Rennerod mit der Linie LM-15 mit Limburg, sowie mit den Linien 480/116 von und nach Montabaur/Koblenz/Westerburg verbunden. Zudem wird die so genannte „Blaue Linie“ (Linie 521) von Herborn zur Krombachtalsperre jeweils von Mai bis September saisonal bis Rennerod verlängert. Von den politischen Gremien des Lahn-Dill-Kreises gab es schon seit längerem den Wunsch nach einer direkten, durchgehenden Verbindung von Herborn über Dreidorf nach Rennerod im Westerwaldkreis. Die Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil mbH hatte im Rahmen der Ausschreibung der Linienbündel Herborn den Auftrag erhalten mit den entsprechenden Partnern in Rheinland-Pfalz Kontakt aufzunehmen. Nach erfolgreichen Gesprächen mit den Vertretern des Westerwaldkreises und der zuständien Aufgabenträgerorganisation Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) konnte die Verkehrsleitung in das Ausschreibekonzept aufgenommen werden. Unter fianzeller Beteiligung des SPNV Nord wurde eine Vereinbarung zur direkten Verbindung Rennerod – Herborn abgeschlossen. Der Auftrag wurde an die Firma B.u.S. Buslinienverkehr GbR vergweben, die aus zwei heimischen Busunternehmen (Bender-Reisen GmbH und Gebr. Schermuly Busunternehmen GmbH & Co. KG aus Ehringhausen, bzw. Mengerskirchen), besteht. Zum Einsatz kommen moderne klimatisierte Niederflur-Busse mit Absenkvorrichtung. Die in der Ausschreibung geforderten Fahrzeuge haben eine Fläche für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrrader und eine Rampe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.
Anlässlich der Betriebsaufnahme erklärte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, Gerrit Müller, dass es der Wille der Verbandsgemeinde Rennerod sei, den ländlichen Raum für Jung und Alt attraktiv zu halten. Rennerod erfülle eine Drehpunktfunktion, die auch hinsichtlich des Umweltschutzes relevant sei. Es freue ihn, dass bei der europäischen Ausschreibung zwei heimische Firmen den Zuschlag erhielten. „Die heimische Qualität setzt sich durch“, sagte Müller. Der Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Wolfgang Schuster betonte, dass die neue Buslinie die länderübergreifende Zusammenarbeit stärke, die bereits im Tourismus, oder auch mit dem Zusammenschluss Geopark bestehe. Der Kreisbeigeordnete (Westerwaldkreis) Kurt Schüler hob hervor, dass die Westerwälder auf Mobilität angewiesen sind und hofft, dass das neue Angebot gut angenommen wird.  Text und Foto: Elke Hufnagl