Bürgermeister Müller stellt reiß- und wetterfeste Karte vor

Im Juni 1817 fuhr ein Mann namens Karl Drais erstmals auf einer Laufmaschine durch Mannheim. Die Laufmaschine (Draisine) gilt als die Urform des Fahrrads.
In der heutigen Zeit, nahezu 200 Jahre später, ist das Fahrrad weltweit das am meisten genutzte Transportmittel. Zudem hält Radfahren fit und ist

umweltfreundlich. Was liegt nun näher, als speziell für das Rad ein Wegenetz anzubieten?

Der Ausbau des Radwegenetzes in der Verbandsgemeinde Rennerod wird bereits seit vielen Jahren vorangetrieben und stellt schon jetzt einen wichtigen Aspekt bei der Tourismusförderung im Hohen Westerwald dar. Immer mehr Gäste und Bürger nutzen nicht nur die altbekannten Fahrräder, sondern sind auch mit eigenen E-Bikes bzw. Pedelecs unterwegs. Der Verkehrsverein Hoher Westerwald e.V. und die Tourist-Information bieten bereits seit 2013 zwei Leih-Pedelecs in Kooperation mit dem Westerwald Touristik Service und dem Dienstleister movelo an und gehören somit zu den ersten E-Bike-Verleihstationen im Westerwald. Auf Antrag der CDU-Fraktion und Beschluss des Verbandsgemeinderates der Verbandsgemeinde Rennerod ist nun die eigene Radwanderkarte erschienen, die den Gesamtbereich der Verbandsgemeinde Rennerod im Maßstab 1:30 000 abbildet.

Vor allem E-Bike- und Fahrradfahrer, die ihre Aktivitäten auf den Bereich der Verbandsgemeinde Rennerod konzentrieren, haben mit der neuen Radkarte alle nach HBR-Kriterien beschilderten Srecken und Themenradwege auf einen Blick. Die Erstellung der Karte wurde von der Tourist-Information „Hoher Westerwald“ koordiniert und in enger Absprache mit den Ortsbürgermeistern, dem Radwegeplaner Jupp trauth (hunsrückvelo) und der Werbeagentur digitalundklassisch (Driedorf) realisiert. Die Produktion erfolgte durch den KOMPASS-Verlag Innsbruck. Das dargestellte Gebiet schließt an die Radwanderkarten der rheinland-pfälzischen Nachbar-Verbandsgemeinden Westerburg und Bad Marienberg an und umfasst zusätzlich auch noch den Bereich bis Burbach und Haiger im Norden, Waldbrunn und Dornburg im Süden und Breitscheid, Driedorf und Mengerskirchen im Osten.

Von insgesamt rund 160.000 Euro, die die Verbandsgemeinde in den vergangenen 8 Jahren seit 2009 in die Rad- und Wanderwegeunterhaltung investiert hat, entfallen rund 110.000 Euro alleine auf die Radwegeinstandhaltung und Neuplanung. Finanzielle Unterstützung erhält die Verbandsgemeinde dabei durch das Land und den Kreis. Des Weiteren sind bei der Firma hunsrückvelo in der Umsetzungsplanung der „Lasterbach-Radweg“, der „Knoten-Radweg“, die Fuchskaute-Nordschleife“, sowie der 5-Seen-Radweg“ und die Geopark-Basaltroute. Am 1. Mai fällt am Stöffel-Park  der „Startschuss“ zum 3. Westerwälder Pedelectag. Informationen dazu gibt es bei der Tourtist-Information. Die Radwanderkarte „Radwege im Hohen Westerwald“ erscheint in der ersten Auflage mit einer Stückzahl von 2000 Exemplaren und ist zum Preis von 5,50 Euro bei der Tourist-Information „Hoher Westerwald“, Westernoher Strasse 7 a, 56477 Rennerod, Telefon 02664/9939093, erhältlich. (Text und Foto: Elke Hufnagl)