Wallmeroder Jugendliche spenden 2500 Euro an Einrichtung

Eine Diagnose wie ein Schlag: Die Ärzte stellen beim eigenen Kind eine lebensverkürzende Krankheit fest. Ein „normaler“ Alltag ist danach meistens nicht mehr möglich. Aber das Ambulante Kinder- und Jugendhospiz Koblenz möchte helfen, dass die betroffenen Familien trotzdem ein gutes Leben führen können.

Eine wichtige Arbeit, finden auch die Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Wallmerod und unterstützen das Hospiz  mit einer Spende von 2500 Euro.
Zustande gekommen ist der Betrag dank der „Konfirmanden-Gabe“: Jeder Jugendliche bekommt einen Umschlag, in den er oder sie einen Teil des Konfirmationsgeldes stecken kann. „Zudem hat der Wallmeroder Kirchenvorstand beschlossen, die Kollekte des Konfi-Gottesdienstes ebenfalls diesem Zweck zugute kommen zu lassen. Darüber hinaus hat der Vorstand jeden Kollekten-Euro verdoppelt und den Betrag am Ende aufgerundet“, sagt Pfarrerin Heike Meissner.

Die Wallmeroder Konfirmandinnen und Konfirmanden gespendeten der Ambulanten
Kinder- und Jugendhospiz Koblenz 2500 Euro

Hospiz-Mitarbeiterin Ute Bohnstengel ist dankbar für die Großzügigkeit und versichert den Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass ihr Geld einem sinnvollen Zweck zugute kommt: „Wir als Ambulantes Kinder- und Jugendhospiz betreuen die Jungen, Mädchen und deren Familien zuhause: Wir fragen, wo sie Hilfe brauchen, unternehmen Ausflüge mit ihnen, ermöglichen den Eltern, dass sie durchatmen können, kurz: Wir begleiten die Familien und ermöglichen es ihnen, so gut es geht ein normales Leben zu führen.“ Da sich der Hospizverein in erster Linie über Spenden finanziert, fließt die Konfi-Gabe unter anderem in Betriebs- und Fahrtkosten, Gebäudekosten, in besondere Projekte, Ausflüge und in die Gehälter für die hauptamtlichen Hospizfachkräfte.
Das Rückgrat der Hospizarbeit sind neben den vier hauptamtlichen allerdings die rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter, die im Umkreis von mehr als 70 Kilometern für derzeit 30 Familien da sind. „Auf unsere Ehrenamtlichen sind wir angewiesen, und solche Menschen können wir immer gebrauchen“, sagt Ute Bohnstengel, nachdem sie den Konfirmanden die Arbeit des Hospiz vorgestellt hat.
Eine Arbeit, die die jungen Menschen gerne unterstützen: „Wir haben viel Mitgefühl mit den Betroffenen“, sagt zum Beispiel Fabian und spricht den anderen Konfis damit aus der Seele. „Deshalb ist die Hilfe für uns selbstverständlich.“ (bon)
Weitere Infos und Kontakt zum Ambulanten Kinder- und Jugendhospiz Koblenz: Telefon 0261/5793790 oder www.hospizkoblenz.de