POTTUM. Seit Jahren dreht sich beim Segelclub "Wällerwind" Pottum am Pfingstwochenende alles um den "Pottumer Pott". Als Veranstalter der Conger-Regatta freute sich der Verein, dass 22 Mannschaften bei strahlendem Sonnenschein und guten Windverhältnissen an den Start gehen konnten.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Segelclubs Wällerwind Pottum (SCWP), Carsten Held, gab der stellvertretende Wettfahrtleiter Karl-Otto Steup den Teilnehmern Informationen über die Begebenheiten vor Ort wie Untiefen, Windverhältnisse und die Segel- und Bojenpläne. Auch wenn es vor dem Startschuss noch so aussah, als sei der Wind eingeschlafen, so änderte sich dies im Laufe des Nachmittags, so dass die zweite Fahrt bereits über zwei Runden gehen konnte. "Das müssen wir kurzfristig entscheiden, schließlich beträgt die Sollzeit der sechs Durchgänge jeweils 60 Minuten", klärte Wettfahrtleiter Horst Hölper auf. Noch immer ist der 72-Jährige mit Leib und Seele mit von der Partie. Und das schon seit der allerersten Segel-Regatta auf dem Wiesensee, die im Jahre 1972 mit der Bootsklasse 470 stattfand. Zum Dreierteam auf der Prahm, der fahrenden Arbeitsplattform, gehörte auch Ulrich Becker aus Diez, der als Hilfsmitglied seine beiden Vereinskameraden tatkräftig unterstützte. Gemeinsam beobachteten sie die Segelboote, notieren die jeweiligen Ergebnisse und entschieden, welche Flaggen oder Wimpel zu setzen waren. Zu den 44 Teilnehmern gehörte auch Felicia Schuld aus Waldbrunn-Hausen. Die 18-Jährige war eine Woche zuvor zur Clubmeisterin 2010 ernannt worden. An diesem Tag segelte sie gemeinsam mit Jana Schemann aus Hachenburg die Conger mit der Nummer G 3074. Wie zu erfahren war, ist die Segelnummer zugleich die Baunummer - Je höher die Zahl, um so neuer ist das Schiff.

Am Wochenende des 12. und 13. Juni soll der Wiesensee-Cup stattfinden. "Es ist noch fraglich, ob am letzten Juni Wochenende die Jugendregatta ausgetragen werden kann", äußerte der Vorsitzende Carsten Held seine Bedenken. Da der Wasserstand rapide fällt, musste das Feld für die Pfingst-Regatta bereits verkleinert werden. Auf Pottumer Seite ist das Wasser nicht tief genug. Die Folge ist, dass die Segelschiffe hier schnell auf Grund laufen können. Diese Erfahrung machte auch das Team Achim Buchholz und Elmar Ruckes aus Limburg, die jedoch nach kurzer Zeit wieder Anschluss fanden.

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Nach drei ereignisreichen Tagen fand schließlich am Montag Nachmittag die Siegerehrung statt. Den ersten Platz belegte der mehrfache Deutsche Meister Sven Naumann vom rennomierten HSC - Hamburger Segelclub e.V., der gemeinsam mit Maren Boy vom Seglerverein Paderborn an den Start ging. Platz zwei belegte das Ehepaar Matthias und Sabine Goeken vom Seglerverein Paderborn. Über den dritten Platz freuten sich Michael Altmann und Elvira Schulze vom Segelclub Hochheim. Zufrieden zeigten sich Jürgen Freercks (Neuhäusel) und Sven Schäfer (Großseifen) vom Segelclub Wällerwind, die auf Platz 14 landeten. Eine gute Leistung, schließlich musste das Duo mit einer starken Konkurrenz ins Rennen gehen. Unterstützt wurde die dreitägige Veranstaltung von den Mitgliedern der DLRG Westerburg, die mit zwei Booten im Einsatz waren.   Ulrike Preis