Veranstaltung im Rahmen der 725 Jahr-Feier der Stadt Westerburg

Reichlich Beifall ernteten die Mitwirkenden der Lesung, die im Rahmen der 725 Jahr-Feier der Stadt Westerburg am vergangenen Freitag im Burgmannenkeller stattfand. Zu den Akteuren zählten die Theater-AG der Realschule plus Westerburg unter der Leitung von Christina Gonera, die beiden heimischen Autoren

Christiane Fuckert und Christoph Kloft, das Mitglied der Geschichtswerkstatt und langjähriger Stadtführer Dieter Kaiser und auch das Westerburger Petermännchen (Stephan Krempel).

Zunächst hieß Stadtbürgermeister Ralf Seekatz die Anwesenden herzlich willkommen. Sein besonderer Gruß galt neben den Mitwirkenden auch dem Schulleiter der Realschule plus, Michael Elbert. Seekatz freute sich über das große Interesse an der zweiten Veranstaltung, die im Rahmen des Stadtjubiläums stattfand. Der Keller des Burgmannenhauses, welches neben dem Schloss das zweit älteste Gebäude in der Stadt sei, biete für diese Lesung ein tolles Ambiente, so der Bürgermeister.

Stadtbürgermeister Ralf Seekatz (von rechts) freute sich ebenso wie Autor Christoph Kloft und Stadtführer Dieter Kaiser, dass der Burgmannenkeller bis auf den letzten Platz gefüllt war. Seekatz hieß die zahlreichen Besucher herzlich willkommen und dankte den Mitwirkenden für ihre Beiträge.

Es sei schön, dass es im Westerburger Land Autoren gebe, die über die Region berichten, leitete er zu den beiden heimischen Schriftstellern über. In seiner Ansprache ging Christoph Kloft nun kurz auf den Limburg-Krimi „Requiem mit zwei Leichen“ ein, den er gemeinsam mit Christiane Fuckert schrieb und der nun bereits in der zweiten Auflage erschien.

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Eigens für diese Lesung hatte die Theater AG der Westerburger Realschule plus unter der Leitung von Christina Gonera zwei wesentliche Szenen aus dem Kriminalroman einstudiert, die sie hier erstmals einem Publikum präsentierte. Authentisch kostümiert und geschminkt, zogen die jungen Darsteller als Trauerzug auf die Bühne, um der verstorbenen Seniorin Irma Zopf das letzte Geleit zu geben.

Der unerwartete Aufschrei, als in deren Grube eine fremde Tote vorgefunden wurde, entlockte auch so manchem Zuschauer einen Schrei des Entsetzens. Plötzlich stand das Wort 'Mord' im Raum.

Geschickt konstruiert folgte daraufhin ein Szenentausch: Man befand sich in der Vergangenheit, in einem Seniorenheim, in dem Irma Zopf in fröhlicher Runde ihren 90. Geburtstag feierte. Mit an der Tafel auch die Hauptfiguren des Romans, das Ermittlerpaar Pfarrer Willem van Kerkhof und seine pfiffige wie auch herrische Haushälterin Klara.

Alle gemeinsam wurden sie dann Zeuge, wie die Jubilarin von ungebetenen Gästen regelrecht von ihrer Festtafel entführt wurde. Eine beeindruckende Aufführung der Theater AG - und nicht zuletzt eine gelungene Überraschung für die Autoren, die den neugierig gewordenen Interessenten nach der Lesung ihre Bücher signierten.

Christiane Fuckert las den Zuhörern Auszüge aus ihrem Kriminalroman vor

Stadtbürgermeister Ralf Seekatz überreichte der Lehrerin ein bunten Blumenstrauß und den mitwirkenden Schülern ein Schokoladen-Geschenk.

Im zweiten Teil des Abends berichtete Dieter Kaiser als Mitgied der Geschichtswerkstatt Westerburg und langjähriger Stadtführer über Hintergründe um die Verleihung der Westerburger Stadtrechte.

Auf die Geschehnisse im Burgmannenkeller wurde nun auch das Petermännchen (alias Stephan Krempel) aufmerksam, das unter Gepolter erschien und die Gäste mit seinem Besuch überraschte.

Das Westerburg Petermännchen (Stephan Krempel) erschienst sonst nur einmal im Jahr und zwar bei der Großen Prunksitzung der KKWV in der Stadthalle. Aber bei besonderen Veranstaltungen wie der 725-Jahr-Feier kommt es gerne vom Schlossberg herab und erinnert an seine Geschichte und das Rätel um den verborgenen Schatz und den "Siebten Hund".

Ein herzliches Dankeschön galt den Mitgliedern des VdK Westerburg, die während der Pause für die Bewirtung der zahlreichen Besucher sorgten.