Menschen erzählen in Westerburg von Aufbruch und Wanderung

Was heißt es, alles aufzugeben und sich nur mit einem Rucksack und dem Glauben im Gepäck ins Unbekannte aufzumachen? Ohne zu wissen, ob man heil ankommen wird? Beim Gesprächs- und Vortragsabend „Auf dem Weg sein mit der Bibel“ am 1. Juni um 19 Uhr im Erlebnisraum Bibel in Westerburg,

Neustr. 42, wird unter anderem eine Frau erzählen, die vor über 20 Jahren aus Syrien geflohen ist, wie es ihr in genau dieser Situation ergangen ist. Auch die Bibel erzählt von zahlreichen Menschen, die unterwegs waren. Die Biographien von Abraham und Sarah, Josef, Mose und Ruth sind verbunden mit Aufbruch, Wanderung und Fremdheitserfahrung. Sie sind bereit alles aufzugeben, vieles hinter sich zu lassen und sich auf ein neues Wagnis mit allen Chancen und Risiken einzulassen. Die Menschen, die Jesus nachfolgen, entscheiden sich mitten aus dem Leben heraus den Beruf aufzugeben und die Familie zu verlassen zugunsten einer neuen Bindung in der Gemeinschaft Jesu: „Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter“ , sagt die Bibel (Markus 3,35). Was die Menschen zur Zeit der Bibel auf ihrem Weg erlebt haben, davon berichtet Pfarrerin Sabine Jungbluth. „Wir können die Situation heutiger Migranten nicht einfach mit der Lebens- und Erfahrungswelt der Menschen im Alten Israel und zur Zeit Jesu gleichsetzten. Doch damals wie heute sind es die mutigen Menschen, die vor Hunger oder Krieg fliehen und sich auf den Weg machen in ein neues Leben.“ Über die Texte der Bibel und die eigenen Erfahrungen sind die Teilnehmenden eingeladen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. (shg)