„Wir gehen nach Liebfrauen – und wir sollen auch nach außen gehen!“

„Wir schauen nicht einfach nur nach uns, so schön es ist, auch hier zu sein“, fasste Pfarrer Ralf Hufsky in seiner Predigt während der Abschlussandacht der ersten Pfarreiwallfahrt der Pfarrei Liebfrauen das pastorale Selbstverständnis zusammen. Das von Anja Nilges entwickelte Pfarreilogo zeige: alle Strahlen laufen

auf die schöne Liebfrauenkirche zu, so wie es auch bei der ersten gemeinsamen Wallfahrt gewesen sei: es gebe verschiedene Wege, aber auch das verbindende Gefühl: „Auch hier sind wir zu Hause!“


„Wohn- und Esszimmer“ Christkönig, „Gebetsecke“ Liebfrauen

Die erste gemeinsame Station der Pfarreiwallfahrt war die Christkönigkirche, wo er auch das neu gestiftete Kreuz für die Pfarreiwallfahrt feierlich segnete. Hufsky verglich die Christkönigkirche als „offizielle Pfarrkirche“ mit einem „großen Wohnzimmer, in das man feierlich einlädt“ oder einem „Esszimmer, in dem alle Platz haben.“ Die Liebfrauenkirche dagegen sei so etwas wie eine „Lese- und Gebetsecke“, wo man hingehe und es sich schön mache. Dort spüre man: „Da bin ich zuhause.“ Vor das Bild der schmerzhaften Gottesmutter könnten die Gläubigen ihre Sorgen und Nöte bringen und fühlten sich aufgehoben.

Sammlung und Sendung

Die Strahlen des Pfarreilogos schienen aber nicht nur konzentrisch zur Liebfrauenkirche hin, sondern verliefen auch von ihr weg. „Das gelbe Licht wird, je weiter es scheint, immer breiter“, beobachtete der Wallfahrtsdirektor.

Gott Vater, Mutter Maria

Pilgerwege, wie auch an diesem Tag die erste Pfarreiwallfahrt, führten immer wieder „in die Mitte, und dann auch wieder hinaus zu den Menschen“, fasste Pfarrer Hufsky den Missionsauftrag der Kirche zusammen. Alle anwesenden Gläubigen sollten folgende Botschaft mitnehmen und verkünden: „Gott ist da für uns wie ein Vater. Er hat uns Maria als Mutter gegeben, auch für schwere Stunden. Keiner muss allein sein. Denn wir sind auf dem Weg zu Gott!“

(Text und Fotos: Gunnar Bach)