Westerburg. Eine Serie von mindestens fünfzehn Einbrüchen zum Nachteil von Kindergärten und Schulen bzw. sonstigen öffentlichen Gebäuden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Westerburg sind geklärt.

Nach der Zeitumstellung auf Winterzeit und dem damit einhergehenden frühen Beginn der Dunkelheit schienen bislang unbekannte Einbrecher dies auszunutzen und gezielt auf Beutejagd zu gehen. So verzeichnete die Polizei Westerburg innerhalb kurzer Zeit eine Fülle von Einbrüchen zum Nachteil von Firmen, öffentlichen Gebäuden und auch in Wohnungen. Der oder die Täter hatten es dabei ganz überwiegend auf Bargeld bzw. Wertsachen abgesehen. Immer wieder waren nur geringe Bargeldbeträge in Höhe von 10 bis 100 Euro die Beute. Der angerichtete Schaden, wie aufgehebelte Türen oder Fenster sowie die Schäden im Innern der Gebäude stehen dabei in keinem Verhältnis zum erbeuteten Diebesgut.

Die Polizei Westerburg mit Unterstützung von Polizeibeamten benachbarter Dienststellen reagierte mit erheblich verschärften Kontrollmaßnahmen zur Nachtzeit, um den Tätern habhaft zu werden. In der Nacht zu Mittwoch, dem 23.11.11, konnte kurz nach Mitternacht ein 50-jähriger Mann aus Solingen zu Fuß auf dem Rad- und Wanderweg bei Westerburg-Sainscheid festgestellt werden. Seine Personalien standen zunächst nicht fest, so dass er erst einmal vorläufig festgenommen und zur Dienststelle verbracht wurde. In seinem mitgeführten Rucksack führte er  einschlägiges Einbruchwerkzeug mit. Darüber hinaus ist er aktenkundig bislang in Dutzenden Fällen als Einbrecher polizeilich in Erscheinung getreten und steht diesbezüglich unter Bewährung. Die weiteren Ermittlungen begründeten einen dringenden Tatverdacht gegen ihn, zumindest die Einbrüche in öffentliche Gebäude mit Tatorten in Meudt, Herschbach, Guckheim, Gemünden, Seck, Höhn und Rennerod begangen zu haben. Weil er auch im Verdacht steht, für einige Einbrüche im Bereich Cochem verantwortlich zu sein, wurde seitens der Staatsanwaltschaft Koblenz die Vorführung vor die Haftrichterin beantragt. Da die Verdachtsmomente ihn dringend tatverdächtig erscheinen lassen und der Haftgrund Fluchtgefahr bejaht wurde, ordnete die Haftrichterin Untersuchungshaft an. Er wurde der JVA Koblenz zugeführt.

Die festgenommene Person stammt aus Nordrhein-Westfalen und es ist zu vermuten, dass im hiesigen Bereich eine Ferienwohnung oder ein Pensionszimmer angemietet wurde. Der Mann ist ca. 1,70 m groß, korpulent, Stirnglatze mit hinten längerem Haar, und mit Rucksack unterwegs. Wo hat sich eine solche Person eingemietet?

Die Polizei Westerburg wird ihre Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität fortsetzen und bittet um Hinweise bei verdächtigen Wahrnehmungen.