Demenznetzwerk und Polizei informierten in Wirges rund um das Thema „Kriminalität und Demenz“

WIRGES. Die Krankheit Demenz stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, hat sich das Demenznetzwerk für die Verbandsgemeinden  Montabaur, Wirges und Wallmerod auf die Fahne geschrieben. Organisiert und koordiniert wird das Netzwerk von den Mitarbeiterinnen der

Beratungs- und Koordinierungsstellen des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn in den Pflegestützpunkten Montabaur und Wirges-Wallmerod. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen das Vergessen!“ wollen die Verantwortlichen auf die Krankheit aufmerksam machen und darüber informieren. Im Rahmen dieser Aufklärungsarbeit hatte das Netzwerk kürzlich zu seiner zweiten öffentlichen Veranstaltung eingeladen.

Im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Wirges drehte sich alles um das Thema „Kriminalität und Demenz“. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bürgermeister und Hausherren, Michael Ortseifen, führten zwei der Netzwerk-Mitglieder die Zuhörer mit einem kurzen Theaterstück in das Thema ein. Dabei spielten sie eine Situation nach, bei der eine demente Dame beklagte, dass sie bestohlen worden sei. Anschließend informierte Gabriele Theis vom Polizeipräsidium Koblenz, Abteilung Zentrale Prävention, die Besucher mit einem ausführlichen und informativen Vortrag rund um das Thema „Kriminalität und Demenz“. Die Expertin berichtete aus der Praxis, erläuterte zum Beispiel, wie sich Ganoven am Telefon als Enkel ausgeben und so an das Geld der Oma (oder dem Opa) gelangen, oder wie sich Täter mit einfachen Tricks – etwa dem Glas-Wasser-Trick - Zugang zu Wohnungen und Häusern verschaffen. „Die Täter nutzen die Hilfsbereitschaft der älteren Menschen gerne aus“, erklärte Theis.  Gleichzeitig gab sie aber auch nützliche Tipps, wie sich gerade ältere Menschen vor diversen kriminellen Machenschaften wie etwa Telefon- und Haustürgeschäften oder dem berüchtigten Enkeltrick schützen können. So riet sie den Anwesenden zum Beispiel bei Bankgeschäfte: „Am Schalter sollte man nie größere Summen abheben und diese gar noch vorzählen lassen. Außerdem sollten ältere Menschen Geld am besten in Begleitung einer jüngeren Person abheben gehen“, so die Referentin. In der häuslichen Umgebung sei es außerdem sehr wichtig, aufmerksame Nachbarn zu aktivieren. Und um Gaunern keine nützlichen Informationen zu liefern, gab Gabriele Theis den Ratschlag, zum Beispiel „alte“ Vornamen wie Joseph, Raimund oder Brigitte aus Telefonbüchern und auf Klingelschildern zu entfernen.
Die Expertin der Polizei bezog die Zuhörer immer wieder aktiv in ihre Ausführungen mit ein und beantwortete natürlich auch die zahlreichen Fragen, die die Besucher hatten. Darüberhinaus stellten sich auch der Bezirkspolizeibeamte Volker Leicher sowie drei ehrenamtlich tätige Seniorensicherheitsberater dem Publikum vor und wiesen unter anderem auf das umfangreichen Info-Material zu dem Thema hin, das jederzeit bei Polizei erhältlich ist. Im Anschluss an den offiziellen Teil der gelungenen Veranstaltung standen die Fachleute wie auch die Vertreter des Netzwerkes Interessierten noch zu persönlichen Gesprächen zur Verfügung.
Weitere Informationen rund um das Demenznetzwerk für die Verbandsgemeinden Montabaur, Wirges und Wallmerod gibt es bei Simone Bahl unter Telefon 02602/160649 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Gabriele Theis vom Polizeipräsidium Koblenz, Abteilung Zentrale Prävention, berichtete auf Einladung des Demenznetzwerkes für die Verbandsgemeinden Montabaur, Wirges un Wallmerod über das Thema „Kriminalität und Demenz“ und gab den Zuhörern im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Wirges nützliche Tipps, wie sich insbesondere ältere Menschen vor Telefon- und Haustürgeschäften, dem Enkeltrick sowie vielen anderen Betrügereien schützen können.