Staatssekretärin informiert sich über Stand und Potential digitaler Prozesse im Handwerk

Wo steht das Handwerk beim Einsatz und der Nutzung digitaler Prozesse? Wie hilft die Handwerkskammer (HwK) Koblenz Betrieben, effektiv und wirkungsvoll Digitalisierung einzusetzen? Welche Hemmschwellen gilt es dabei zu überwinden und wie kann die Politik helfen? Das waren Themen beim Besuch von

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bei der HwK Koblenz. Das Zentrum unterstützt Handwerksunternehmen bei der Einführung und Optimierung digitaler Prozesse. Ab Herbst/Winter 2017 sollen zusätzlich Digitalisierungsberater eingesetzt werden.

Staatssekretärin Daniela Schmitt holte sich im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (links dessen Leiter Christoph Krause) Informationen aus erster Hand zu Stand und Potential digitaler Prozessanwendungen im Handwerk. Foto: HwK Koblenz

„Wir unterstützen die rheinland-pfälzischen Handwerksbetriebe und gestalten den digitalen Wandel mit ihnen zusammen. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk und die Digitalisierungsberater sind ein wichtiger Beitrag von Handwerkskammern, Bund und Wirtschaftsministerium. Sie sind Wegbereiter insbesondere für die mittelständischen Handwerksunternehmen auf ihrem Weg hin zur Digitalisierung von Produktions- und Arbeitsprozessen und bringen so den digitalen Wandel im Handwerk voran“, sagte Staatssekretärin Daniela Schmitt bei ihrem Besuch in Koblenz. Wirtschaftsminister Volker Wissing und die rheinland-pfälzischen Handwerkskammern hatten sich Anfang Juni auf der Landeshandwerkskonferenz im Wirtschaftsministerium darauf verständigt, den Handwerksbetrieben zukünftig Digitalisierungsberater an die Seite zu stellen. Zunächst werden zwei Digitalisierungsberater in der HwK Koblenz und der HwK der Pfalz eingesetzt. Sie besuchen und beraten die Betriebe vor Ort am Unternehmenssitz. Darüber hinaus verknüpft das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk als Demonstrations- und Experimentierraum digitale, technologische, wissenschaftliche und ökonomische Potenziale miteinander und bietet Unternehmern aus dem Mittelstand wie Mitarbeitern auf über 3.000 Quadratmetern Praxiswerkstätten und Labore für digitale Produktions- und Arbeitsprozesse. „Wir koppeln Theorie und Praxis und bieten unter einem Dach Soft- und Hardware, zeigen digitale Wege von der Idee bis zur Umsetzung auf“, erläuterte Christoph Krause als Leiter des Kompetenzzentrums gegenüber Daniela Schmitt, die sich bei einem Rundgang durch verschiedene digitale Bereiche der Aus- und Weiterbildung über das hohe technische Niveau der HwK-Einrichtung informierte. Christoph Krause stellte über konkrete Beispiele auch die bereits durchgeführte Implementierung digitaler Prozesse in Handwerksunternehmen dar. „Die erzielten Erfolge machen Mut und beschreiben beeindruckend das Potenzial im Handwerk. Daran knüpfen wir an und erläutern auch anderen Betrieben, was möglich ist, was aber auch nötig ist. Denn wer sich der Digitalisierung verschließt, wird wirtschaftlich keinen Erfolg haben.“