Förderschule Sprache „Am Rothenberg“ ist gut gerüstet für die Zukunft

Bildungseinrichtung ermöglicht gezielte FörderungSchule am Rothenberg1 v1

Da staunten die Landräte Dr. Peter Enders (Altenkirchen) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis) nicht schlecht. Gemeinsam mit Schulleiter Hans-Peter Augel und seiner Stellvertreterin Kerstin Schlemper verschafften die beiden Kreischefs sich einen gemeinsamen Überblick über den errichteten Anbau sowie dem Ergebnis der abgeschlossenen Umbaumaßnahmen an der Schule am Rothenberg in Hachenburg. Die Landkreise

Altenkirchen und Westerwaldkreis investierten laut Presseinfo als Schulträger in die Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachen circa 1.400.000 Euro.

„Ein Großteil der Aufträge konnte an heimische Unternehmen vergeben werden“, freut sich Landrat Achim Schwickert in der Pressemeldung. Das Kreishaus in Montabaur hatte verwaltungsseitig den An- und Umbau von der Vorbereitung, der Ausschreibung, über die Baumaßnahmen bis hin zur Eröffnung betreut und koordiniert. „Damit haben wir bei den Investitionen einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung geleistet“, wird Schwickert in der Pressemeldung zitiert. Ebenfalls freut sich Landrat Dr. Peter Enders über das Ergebnis. „Hier wird eine wichtige Arbeit für die Bildung und somit für die Zukunft der Region geleistet. Deshalb war das Projekt jeden Cent wert.“

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Landrat Dr. Enders und Landrat Schwickert überzeugten sich gemeinsam mit Schulleiter Augel und Kerstin Schlemper von den gezielten Investitionsmaßnahmen. - Foto: Pressestelle Westerwaldkreis

Die Schule hat laut der Pressemeldung für die Region einen hohen Stellenwert im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung für das Studienseminar für Grundschulen in Westerburg und Förderschulen und Schwerpunktschulen in Neuwied, als PL-Hospitationsschule, einer Logopädieschule in Koblenz und den Berufsbildenden Schulen Westerburg und Wissen. Schulleiter Hans-Peter Augel erklärte, dass dieses Modell auch von Erfolg geprägt sei. Denn viele ehemalige FSJlerinnen haben sich laut dem Schulleiter nach dem Jahr an der Schule für ein Studium „Lehramt an Förderschule und Schwerpunktschulen“ entschieden.

Mittlerweile besuchen über 100 Kinder jährlich aus dem Landkreis Altenkirchen und dem Westerwaldkreis die Einrichtung. Und das, obwohl die Schule laut Pressemeldung ursprünglich für 50 Kinder ausgelegt war.

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Augel machte bei dem Rundgang deutlich, dass die Förderschule Sprache eine Durchgangsschule ist und sich als „Inklusionsschule“ betrachtet. „Unser Ziel ist es, die Kinder nach dem 2. Schuljahr ohne sonderpädagogischen Förderbedarf Sprache als Regelschüler zurück in die wohnortnahen Grundschulen zu führen“, so Augel. Laut dem Schulleiter gelingt das auch in den meisten Fällen. Das liegt, wie der Pressemeldung zu entnehmen ist, unter anderem an der gezielten sprachsonderpädagogischen Förderung, der sehr guten personellen Ausstattung mit Fachpersonal und den kleineren Klassengrößen. „Bei durchschnittlich 13 Kindern und zwei Kräften pro Klasse ist eine individuelle sprachsonderpädagogische Förderung möglich. Grundlage der Förderung ist stets ein individueller Förderplan.“, teilt Hans-Peter Augel mit.

Damit dies in Zukunft auch so bleibt, sind neue allgemeine Unterrichts- beziehungsweise Kursräume sowie eine neue Mensa mit Ausgabeküche und Speisesaal in der verpflichtenden Ganztagsgrundschule entstanden. Darüber hinaus wurden Räume im Verwaltungsbereich erweitert und erneuert.

Laut den beiden Landräten sei die Schule ein weiterer Beweis für die gute Zusammenarbeit, die zwischen den „Wir Westerwälder“ Landkreisen regelmäßig in verschiedenen Projekten erbracht werde. So beteiligte sich der Landkreis Altenkirchen an den Investitionskosten mit knapp 300.000 Euro, obwohl die Schule in Hachenburg und somit im Westerwaldkreis angesiedelt ist. Auch an den Unterhaltungskosten beteiligt sich der Nachbarlandkreis mit einem jährlichen Beitrag gerne. Des Weiteren wurde die Maßnahme durch das Land Rheinland-Pfalz zu fast 50 Prozent gefördert. Der Rest wurde durch den Westerwaldkreis gestemmt.

Schulleiter Augel dankte den beiden Landräten abschließend für das Interesse sowie für die kontinuierliche Unterstützung: „Mit den abgeschlossenen Investitionen sind wir aktuell gut gerüstet für die Zukunft!“

Die „Schule am Rothenberg“ in Hachenburg betreut jährlich FSJ´ler, Erzieher im Anrerkennungsjahr und verschiedene Praktika. Weitere Auskünfte über den Bildungsauftrag und die Bildungsarbeit erhält man über die Schulhomepage www.schule-am-rothenberg.de . Zudem gibt es dort auch einige Informationen über den Förderverein, der die gute Arbeit in der Schule intensiv unterstützt. So auch die Finanzierung der neu entwickelten Laut-Handzeichen www.laute-hand.de