Fünf Dekanate schulten Mitarbeitende für den Kinder- und Jugendbereich

Von Schattentheater, Bienenhotels und Zollstock-GeschichtenJugendarbeit02

Gut 120 Ehrenamtliche aus den Ev. Dekanaten an der Dill, Biedenkopf-Gladenbach, Weilburg, Runkel und Westerwald belebten am vergangenen Samstag die Herborner Konferenzhalle. Geboten wurden impulsgebende Vorträge und 20 Workshops zu unterschiedlichen Themen, wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Kirchengemeinden

noch besser laufen kann.

Mord in der Bibel, der Umgang mit Störenfrieden, Bienengarten bauen, Handyvideos erstellen und Lettering – für die 120 ehrenamtlich Mitarbeitenden gab es jede Menge Auswahl , sich inspirieren zu lassen, Erfahrungen zu machen und Kenntnisse zu erweitern. „Diesen Tag der Mitarbeitenden machen wir jetzt schon im 11. Jahr und die Stimmung ist immer wieder toll – auch im Miteinander der jüngeren und älteren Mitarbeitenden“, freut sich Astrid Möller, im Dekanat an der Dill als Jugendreferentin tätig. Ihr Kollege Klaus Grübener aus der Region Biedenkopf-Gladenbach ergänzt: „Es engagieren sich wieder gut 40 Mitwirkende aus den Dekanaten als Workshopleiter, in der Band und im Orgateam.“ Nur so könne eine solch quirlige Veranstaltung gelingen. „Unser Ziel ist, dass die Mitarbeitenden hier motiviert und voller neuer Ideen zurück in ihre Kirchengemeinden und Gruppen gehen“, sagt Marco Herrlich vom Dekanat Westerwald.

 Jugendarbeit01

Quirlige Stimmung im der Herborner Konferenzhalle: 120 Mitarbeitende und gut 40 Mitarbeitende aus fünf Dekanaten ließen sich inspirieren für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. (Foto: Walter Lutz)

Themen spielerisch-krativ, geistlich-theologisch und praktisch-handwerklich vermitteln

Aus dem Dekanat Weilburg ist Anna da Silva dabei. In ihrem Workshop „Von der Hand zum Herzen“ lernen die Teilnehmenden, mit Hilfe von Zollstöcken Geschichten zu erzählen. Einen Tisch weiter bauen Leute gerade aus einem Schuhkarton, Butterbrotpapier und Handylampe ein Schattentheater, auf dem später die biblische Geschichte „Jesus geht im Sturm auf dem Wasser“ zu sehen ist. Die dritte Gruppe realisiert Holzpüppchen passend zur Geschichte. Anna da Silva: „Es ist immer wieder klasse, zu erleben, wie sich mit einfachen Mitteln Geschichten viel besser und nachhaltiger erzählen lassen.“

 Jugendarbeit02

Den 11. Tag für Mitarbeitende organisierten die Jugendreferenten Astrid Möller, Barbara Maage, Hartmut Heuser (Dill), Klaus Grübener (Biedenkopf-Gladenbach), Anna da Silva (Weilburg), Edwin Pfuhl (Runkel) sowie Marco Herrlich und Christoph Franke (Westerwald). (Foto: Walter Lutz)

Im nächsten Raum schneiden Teilnehmer gerade Bambusrohre zurecht. „Daraus bauen wir ein Dosen-Bienenhotel“, erklärt Stefan Tron, Gemeindepädagoge im Dekanat Runkel. Ebenso werden in seinem Workshop „Bewahrung der Schöpfung“ das Anlegen von Blühstreifen für Bienen erklärt und umwelt- und hautfreundliche Lippenstifte angefertigt.

Resume nach acht Stunden Input und Austausch: „Das war ein interessanter Tag mit vielen Impulsen für meine Arbeit im Jungschar- und Jugendbereich“, sagt Sven Schnautz aus Haiger-Allendorf. Text und Fotos: Walter Lutz

Jugendarbeit03
Aus einem Schuhkarton, Butterbrotpapier, Handylampe und Pappfiguren entstand dieses Schattentheater, auf dem die Geschichte „Jesus geht im Sturm auf dem Wasser“ eindrücklich erzählt werden kann. (Foto: Walter Lutz)

Jugendarbeit04

Im Workshop „Bewahre die Schöpfung lernten die Teilnehmenden, aus einer Dose und abgeschnittenen Bambusrohren ein Bienenhotel zu bauen. (Foto: Walter Lutz)

 Jugendarbeit05

Auch mit Hilfe von Zollstöcken lassen sich biblische Geschichten plastisch erzählen. (Foto: Walter Lutz)