Schwarz- und Rothalstaucher balzen wieder am Dreifelder Weiher

Eine bedeutende Rolle als Brutrevier Rothalstaucher Volker Heinrich

Wer sich am Osterwochenende für einen Spaziergang am schönen Dreifelder Weiher entscheidet, wird dort mit etwas Glück zum Beobachter eines ganz besonderen Naturschauspiels. Seit einigen Tagen sind die seltenen Schwarz- und Rothalstaucher aus ihren Winterquartieren zurück gekehrt und balzen dort unüberhörbar um die Gunst der Weibchen. Dabei nimmt der Dreifelder Weiher eine bedeutende Rolle als

Brutrevier für diese Vogelarten ein.

Für die etwa fünf Paare des Rothalstauchers, die am Dreifelder Weiher brüten, ist dies der am weitesten im Südwesten liegende Brutplatz in Deutschland. Auch für die etwa 20 Brutpaare des Schwarzhalstauchers, welcher seine Balz in großen Gruppen vollzieht, ist der Dreifelder Weiher ein bedeutender Brutplatz. Die hier vorkommenden Exemplare sind die letzten, die noch in Rheinland-Pfalz brüten. Gemeinsam engagieren sich daher der NABU Rheinland-Pfalz und die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe als Eigentümerin für den Schutz dieser seltenen Wasservögel.

Rothalstaucher Volker Heinrich
Rothalstaucher von Volker Heinrich (www.naturgucker.de)

Die Naturschützer bitten die Besucher und Besucherinnen, Rücksicht auf die Brutvögel des Dreifelder Weihers zu nehmen. Spaziergänger werden gebeten, die ausgeschilderten Wege zu nutzen und die Ufer- und Schilfbereiche nicht zu betreten. Es ist außerdem sinnvoll, Hunde beim Spaziergang um den See an der Leine zu führen, damit diese nicht die balzenden oder sogar bereits brütenden Wasservögel aufschrecken. Verschiedene Wasservogelarten haben inzwischen den Schilfsaum am Ostufer des Dreifelder Weihers in ihre Brutreviere mit einbezogen. Natürlich möchte der NABU, dass die Besucher und Besucherinnen auch weiterhin die eindrucksvolle Natur am Dreifelder Weiher erleben können. Aus diesem Grund wurden unter Abstimmung mit der Gemeinde Dreifelden Sichtachsen am Ufer angelegt, so dass Spaziergänger den Blick auf den Dreifelder Weiher genießen können, ohne seine Bewohner zu stören.