Begegnung, Austausch und viele nützliche Informationen

„Café international“: Pfarrzentrum in Höhr-Grenzhausen wurde zum Treffpunkt der Kulturen

Das katholische Pfarrzentrum in Höhr-Grenzhausen wurde jetzt zum Treffpunkt der Kulturen: Im Rahmen der diesjährigen Caritas-Kampagne „Weit weg ist näher, als Du denkst“ hatten die katholischen Kirchengemeinden des pastoralen Raumes Höhr-Grenzhausen

in Kooperation mit dem Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn zu einem „Café international“ in die Kannenbäckerstadt eingeladen. Insbesondere die Projektgruppe „weltkirchliche Lebendigkeit“ im pastoralen Raum Höhr-Grenzhausen beteiligte sich engagiert an der Vorbereitung und Umsetzung der Veranstaltung.Rund  100 einheimische und internationale Gäste konnten Diakon Markus Seibel und Rainer Lehmler, Referent für Gemeindecaritas im Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn, an diesem Nachmittag in Höhr-Grenzhausen begrüßen. In dem restlos gefüllten Saal herrschte eine angenehme Atmosphäre - die Teilnehmer ließen sich Kaffee, Tee und Gebäck aus aller Welt schmecken, knüpften neue Kontakte und führten interessante Gespräche. Musikalisch bereicherte der aus Nigeria stammende Jessy Evaloye mit seiner afrikanischen Trommel den Nachmittag. Ferner berichtete er über seine persönliche Migrationsgeschichte und seine Erfahrungen bezüglich förderlicher und erschwerender Integrationsfaktoren in Deutschland. „Lernt die deutsche Sprache, verschließt Euch nicht, sondern habt Vertrauen und nehmt angebotene Hilfe an“, gab er den Gästen als sein persönliches Fazit mit auf den Weg.


Große wie kleine Gäste verschiedenster Herkunft waren zum Café international“ nach Höhr-Grenzhausen gekommen, um bei Kaffee, Tee und landestypischem Gebäck einen gemütlichen Nachmittag miteinander zu verbringen und  ins Gespräch zu kommen.

Spaß am „Café international“ hatten auch die kleinsten Gäste: Zwei Firmlinge boten für die anwesenden Kinder ein altersgerechtes Betreuungsprogramm an, und so kam beim Malen, Basteln und Kickern während der gesamten Veranstaltung niemals Langeweile auf.  
Als Vertreter der Kommunen, weilten die Bürgermeister Thilo Becker (Höhr-Grenzhausen) und Michael Merz (Ransbach-Baumbach) unter den Gästen. Sie wiesen auf Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung und Begleitung von Flüchtlingen durch die Verbandsgemeinden hin und sprachen  sich für eine gute Abstimmung und einen Ausbau ehrenamtlichen Engagements im Bereich der Flüchtlingshilfe aus. Für die evangelische Kirche berichtete Pfarrer Matthias Neuesüß über Hintergründe, Probleme und aktuelle Entwicklungen des derzeitigen Kirchenasyls einer jesidischen Familie in seiner Gemeinde. Es wies in diesem Zusammenhang auf die gute ökumenische Zusammenarbeit und Unterstützung durch die katholische Kirchengemeinde im Bereich der Flüchtlingshilfe hin.


Auch die kleinen Gäste hatten ihren Spaß beim „Café international“ im katholischen Pfarrzentrum in Höhr-Grenzhausen. Für sie wurde extra ein altersgerechtes Betreuungsprogramm angeboten.

Elke Schäfer-Krüger, Beraterin in der Migrationsberatung im Caritaszentrum Montabaur, gab umfassende Informationen zum Thema „Flucht und Asyl“ und ermutigte die Besucher, sich auch ehrenamtlich für Flüchtlinge vor Ort zu engagieren. Sie wies auf konkrete Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge hin. „Gerne steht der Migrationsberatungsdienst im Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn mit seiner Erfahrung und fachlichen Kompetenz zur Verfügung“, betonte Schäfer-Krüger. Sie wies unter anderem auch darauf hin, dass sich kürzlich Interessenten für ein Netzwerk „Asyl im Westerwald“ erstmals im Caritaszentrum zusammengefunden hätten, um sich über bestehende und weitere Hilfsmöglichkeiten und Initiativen für Flüchtlinge auszutauschen. Dabei wurde auch das geplante Lotsenmodell des Caritasverbandes für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer vorgestellt, welches sich derzeit im Aufbau befindet und. Im Rahmen dieses Projektes sollen die Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit gezielt durch Schulungen sowie fachliche Anbindung und einen entsprechenden Austausch begleitet und unterstützt werden.
An das „Café international“ schloss sich ein Gottesdienst in der Pfarrkirche Höhr-Grenzhausen an, den Pfarrer Alfred Much zelebrierte. Durch die Projektgruppe „Spiritualität“ und Diakon Markus Seibel, der die Predigt hielt, wurde die Messe inhaltlich vorbereitet. Dabei wurde das Caritas-Jahresthema „Weit weg ist näher, als du denkst“ aufgegriffen, dass auf globale Ungerechtigkeiten und Abhängigkeiten hinweist und eine gerechte und solidarische Globalisierung anmahnt. Vor und nach dem Gottesdienst erfolgte der Verkauf von fair gehandelten Produkten durch die „Eine Welt Gruppe“ der Kirchengemeinde.

Der aus Nigeria stammende Jessy Evaloye bereicherte das „Café international“ nicht nur musikalisch mit seiner afrikanischen Trommel, er berichtete auch über seine persönliche Migrationsgeschichte und seine Erfahrungen in Deutschland.

Weitere Informationen – etwa zum Lotsenprojekt für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer – gibt es beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn im Caritaszentrum in Montabaur bei Elke Schäfer-Krüger (Telefon 02602/160636, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Sabine Prothmann (Telefon 02602/160613, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) von der Migrationsberatung sowie bei Gemeindecaritas-Referent Rainer Lehmler (Telefon 02602/160669, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).