Realschule plus Salz und die Firma GEA Deutschland in Niederahr stellen sich seit Jahren gemeinsam dem drohenden Fachkräftemangel

Langjährige Kooperation zahlt sich ausFoto GEA RS Salz

Im umfangreichen Berufswahlkonzept der Realschule plus Salz haben praktische Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler einen sehr hohen Stellenwert. Diese konnten nun einige Jugendliche des 9. Schuljahres der RS+ Salz im Rahmen eines Kooperationsprojekts sammeln. Zu Beginn

präsentierten die Lehrkräfte Ralf Spangenberger und Sascha Nicklas gemeinsam mit Ausbildungsleiter Mark Wörsdörfer (GEA Niederahr) die diesjährige Projektidee: Planung und Bau einer Windkraftanlage aus Metall. Schnell waren zahlreiche Schülerinnen und Schüler gefunden, die sich dieser Aufgabe stellen wollten.
In einem ersten Theorie- bzw. Planungsteil in der Schule in Salz zeigten die Jugendlichen Ideenreichtum, Teamfähigkeit und planerisches Geschick. Nach nur vier Unterrichtsstunden präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse den betreuenden Auszubildenden der Firma GEA in Niederahr. In der sich anschließenden Arbeitsphase wurden die Entwürfe in den Teams auf ihre praktische Umsetzbarkeit überprüft. Mit dem Erstellen der jeweiligen Stücklisten endete dieser erste Projekttag früher als gedacht. Die Gründe dafür sah Ralf Spangenberger in der hohen Motivation und einer sehr disziplinierten Arbeitshaltung in den jeweiligen Gruppen.

Foto GEA RS Salz
Eine Woche später befanden sich alle Beteiligten in der gut ausgestatteten Lehrwerkstatt der Firma GEA in Niederahr, um die Entwürfe in die Praxis umzusetzen. Dort trafen die Salzer Schüler Tim Jeuk, momentan Auszubildender zum Zerspanungsmechaniker. „Als Schüler der RS+ Salz habe ich vor zwei Jahren am Projekt „Tischgrill“ teilgenommen und mich anschließend hier bei GEA beworben.“, erklärt Tim den interessierten Jugendlichen.
Hoch motiviert begannen für die Teilnehmer die zwei eingeplanten kompletten Arbeitstage bei GEA. Unterstützt von jeweils einem Azubi des dritten Lehrjahres, machten sich die einzelnen Gruppen an die Arbeit. Die Jugendlichen sägten, bohrten, schnitten Gewinde, feilten und schliffen die einzelnen Metallteile. Dank der Azubis lernten die Gruppen auch die Arbeitstechniken Drehen, Fräsen und Schweißen in der Praxis kennen und nutzten diese dann beim Aufbau ihres Windrades. Nach und nach nahmen die Modelle die geplante Form an und die Jugendlichen arbeiteten zielstrebig auf deren Fertigstellung hin. Nach zwei anstrengenden 8-Stunden-Tagen präsentierten die Jugendlichen den Ausbildungsleitern und betreuenden Lehrern ihre Ergebnisse. Die Windkraftanlagen wurden dann im spontan eingerichteten „Windkanal der Firma GEA“ auf Funktion und Leistungsfähigkeit geprüft. Mit dem Ergebnis, dass alle vier Modelle den Test bestanden haben und einem dicken Lob für die geleistete Arbeit, wurden die Jugendlichen in den wohl verdienten Feierabend entlassen.
In einer kurzen Nachbesprechung war den Betreuern schnell klar, dass sich dieses Projekt gelohnt hat und unter den diesjährigen Projektteilnehmern mit Sicherheit der ein oder andere Bewerber oder gar Azubi von morgen ist. Mit diesen und vielen anderen Aktionen bringt die Realschule plus Salz ihre Schülerinnen und Schülern immer wieder ganz nah an die Betriebe und folglich auch an die zu besetzenden Lehrstellen.

Bildunterschrift
einige Projektteilnehmer der Realschule plus Salz: (v. li.) Jonas Fritz, Luca Eid, Moritz Henkler, Yannick Fein und Thorben Winkler