Brand in der Grundschule Höhn - Einsatzkräfte retten zwölf Personen

Jugendwehren der VG Westerburg übten gemeinsam den ErnstfallHoehn JFW Gemeinschaftsuebung Gruppenfoto 08 2018.01 v1

„Brand in der Grundschule Höhn – Einsatzkräfte retten zwölf Personen“, so hätte die Überschrift lauten können, wäre dieser Einsatz ein Ernstfall gewesen. Doch zum Glück handelte es sich nur um eine Übung, durchgeführt von den Jugendfeuerwehren aus der Verbandsgemeinde Westerburg. Und doch ist es beruhigend zu wissen, dass es in einem solchen Notfall Menschen in der

Region gibt, die helfen können.

Auch wenn bei den Mädchen und Jungen, die am vergangenen Samstag an dieser Übung teilnahmen, noch nicht alle Handgriffe sitzen, so haben sie doch von ihren Betreuern schon vieles gelernt und konnten es jetzt einmal gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten in einem großen Szenario in die Tat umsetzen.

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                        Ein großes Team
Geplant und organisiert wurde die Gemeinschaftsübung vom Jugendwart der Verbandsgemeinde Westerburg, Niklas Mohr, und der Jugendwartin von Höhn, Annabell Cybinski, die von ihren Feuerwehrkameraden unterstützt wurde.

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Von den insgesamt zwölf Jugendwehren, die es in der VG Westerburg gibt, waren fünf der Einladung gefolgt. Mit welcher Gefahrenlage die 39 Jugendlichen und ihre 19 Betreuer nun zu kämpfen hatten, das wussten nur die Organisatoren.

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Um 13.48 Uhr war es dann soweit. Die Alarmierung erfolgte mit dem Hinweis: „Unklare Rauchentwicklung in der Grundschule Höhn“. Schon nach wenigen Minuten stand fest, dass neun bis zehn Kinder und zwei Erwachsene (von der Bambiniwehr Pottum) vermisst werden. Weitere Wehren wurden nachalarmiert. Auch das Drehleiterfahrzeug der FFW Westerburg kam zum Einsatz. Für die jungen Wehrleute sicher ein ganz besonderer Moment, als sie zu Zweit in den Korb der Drehleiter steigen durften, um gemeinsam mit einem erfahrenen Feuerwehrmann die Klassenräume von außen nach den vermissten Personen abzusuchen. Im neuen Einsatzleitwagen der VG Westerburg hörten Patrick Schäfer (Hintermühlen) und Niklas Mohr (Bellingen) über Funk mit und führten das Einsatztagebuch. Als Einsatzleiter koordinierte Mario Henn (Oberbrandmeister) von der Feuerwehr Höhn-Schönberg die Einsatzkräfte.

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Bereits um 14.11 Uhr hatten die Floriansjünger fünf Kinder gefunden, weitere vier Minuten auch die beiden Erwachsenen. Währenddessen lief auch der Löschangriff. Jeder der jungen Wehrleute hatte im Team seine Aufgaben zu erledigen. Ob Schläuche ausrollen, Standrohr setzen oder auch die verletzten Personen zu suchen, anzusprechen und mit der Trage vom Gefahrenort zu bergen. Wenn Fragen oder Unklarheiten aufkamen, standen ihnen die Betreuer immer helfend zur Seite. Genau 50 Minuten nach der Alarmierung war auch die letzte Person gefunden und konnte dem Rettungsdienst übergeben werden.

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                         Dank an die Mitwirkenden
Stellvertretend für den Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Gerhard Loos, war der VG-Beigeordnete Edelbert Schilling nach Höhn gekommen. Im Feuerwehrgerätehaus dankte er allen Teilnehmern für ihren Einsatz. „Was ihr macht, ist etwas ganz Besonderes“, hob er das ehrenamtliche Engagement der jungen Wehrleute hervor. Schilling erinnerte an das Zeltlager, das im Jahre 2016 gemeinsam mit den Jugendwehren der VG Wallmerod stattfand. Im vergangenen Jahr gab es einen Spielenachmittag. „Die Jugendwehren werden identisch wie die ‚Großen‘ ausgebildet“, erläuterte der Beigeordnete. Spielerisch werde Wasserversorgung, Brandbekämpfung und anderes mehr erlernt. Auf Kreisebene gebe es Turniere, wo die Kräfte gemessen werden. Die Jugendlichen könnten im Laufe der Jahre verschiedene Abzeichen ablegen. So war von ihm auch zu erfahren, dass die nächste Prüfung für die Jugendflamme am 15. September in Bellingen stattfindet. Mit dabei war auch Wehrleiter Peter Baumann, der auch als Wehrführer von Höhn fungiert. Er freute sich über das zahlreiche Erscheinen und sprach die Hoffnung aus, dass der Nachwuchs später auch in den aktiven Dienst weitergehe. Die Feuerwehr sei zwar ein Hobby, das viel Zeit koste, aber auch eine tolle Kameradschaft biete. Die Jugendfeuerwehren in der Verbandsgemeinde Westerburg bezeichnete er als eine große Gemeinschaft, der er an diesem Tag viel Spaß bei der Übung wünschte. Zu den Zuschauern, die das Szenario verfolgten, zählte auch Collin Schmidt, Sachbearbeiter Brandschutz der VG Westerburg, und Ansgar Schmidt, Jugendwart der VG Wallmerod, dem für die Erstellung der neuen Homepage der Jugendfeuerwehr gedankt wurde. Diese ist unter www.jugendfeuerwehren-vgwesterburg.de zu finden. (Text und Fotos: Ulrike Preis)

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