Schulsozialarbeit an den Grundschulen der VG Westerburg

Verbandsgemeinderat fasste einstimmigen Beschluss Schulsozialarbeit3 v1

Der Verbandsgemeinderat Westerburg beschoss in seiner jüngsten Sitzung, die am 25. September im Ratssaal stattfand, dass mit Beginn des Jahres 2019 an den Grundschulen der Verbandsgemeinde die Schulsozialarbeit eingeführt werden soll. „Mit dem Diakonischen Werk haben wir gute Erfahrungen gemacht. Die Aufgabe ist dort in guten Händen. Die Einrichtung hat

erfahrene Mitarbeiter, und das auch in anderen Bereichen“, äußerte sich VG-Bürgermeister Gerhard Loos in Bezug auf den möglichen Kooperationspartner, der bereits bei den weiterführenden Schulen in der Verbandsgemeinde im Einsatz ist. Dass die Notwendigkeit unumstritten ist, darüber waren sich die Ratsmitglieder einig.

Der finanzielle Umfang der Schulsozialarbeit wird sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf 52.000 Euro belaufen. In den Folgejahren ist mit jährlich steigenden Kosten in Höhe von etwa 3 Prozent zu rechnen. Auf Grund der errechneten Werte, hat sich für die insgesamt 784 Schüler, die die Grundschulen Gemünden, Guckheim, Höhn, Kaden, Langenhahn, Stockum-Püschen und Westerburg besuchen, ein Stundenkontingent in Höhe von 30 Stunden pro Woche ergeben.

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Hintergrund

Seit Dezember 2017 befasst sich die Schulverwaltung mit diesem Thema. Ihr war es wichtig, auch die Meinungen, Anregungen und Ideen der jeweiligen Grundschulen zu berücksichtigen, um so die Bedürfnisse vor Ort in der künftigen Konzeption vorsehen zu können. Daher wurden zunächst die Schulleitungen mit einem Infoschreiben über das Vorhaben informiert. Diesem wurde Fragebogen beigefügt. Hier ging es im Einzelnen unter anderem um die Frage der Notwendigkeit, des Stundenkontingents, der Einsatzmöglichkeiten (flexibel im Bedarfsfall oder an festen Wochentagen) und des Aufgabenbereiches einer Schulsozialarbeit. Die Auswertung hat ergeben, dass alle Grundschulen die Möglichkeit zur Einführung einer Schulsozialarbeit befürworten und als notwendig ansehen. Sie sprachen sich für feste Wochentage aus. Zum Aufgabenbereich können sich die Schulen mehrere Möglichkeiten vorstellen. Hierzu gehören die Einzelhilfe bei konkreten schulischen oder familiären Problemen, Krisen- bzw. Mobbingintervention, offene Schülersprechstunden, Klassenprojekte sowie sonstige Gruppenangebote, Streitschlichtung, Hospitation und Beratung.

Als Basis für den möglichen Umfang wurden die Betreuungszeiten der Schulsozialarbeit an Grundschulen in anderen Verbandsgemeinden des Westerwaldkreises ermittelt und diese auf Betreuungsminuten je Schüler und Woche umgelegt. Der sich daraus ergebende Durchschnittswert von 2,3 Minuten pro Kind und Woche wurde als Grundlage für die künftigen Zeitanteile der Schulsozialarbeit an den Grundschulen der Verbandsgemeinde Westerburg vom Rat einstimmig angenommen. (Text: Ulrike Preis)