Photovoltaik-Freiflächenanlage auf ehemaligem Truppenübungsplatz geplant

Flächen gehören zum Gemarkungsbereich von Westerburg und HergenrothBrandscheid Photovoltaik 09 2018.1 v1

Die Firma MaxSolar GmbH beabsichtigt, auf Flächen innerhalb des früheren Truppenübungsplatzes der einstigen Wäller-Kaserne eine Photovoltaik-Freiflächenanlage zu errichten. Die entsprechenden Flächen gehören zu den Gemarkungen der Stadt Westerburg und der benachbarten Ortsgemeinde Hergenroth. Eine baurechtliche Zulassung der Photovoltaik-

Freiflächenanlage setzt im Vorfeld die Änderung des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Westerburg durch die Darstellung einer Sonderbaufläche voraus.

Sowohl der Verbandsgemeinderat als auch der Stadtrat von Westerburg haben sich bei ihren letzten Sitzungen mit der Thematik befasst. Wie Stadtbürgermeister Ralf Seekatz informierte, möchte der Kaserneninvestor, die Firma Triwo aus Trier, im Bereich der Gemarkungen Westerburg und Hergenroth auf einer Größe von rund 168.000 Quadratmetern Potovoltaikanlagen errichten bzw. ein Unternehmen damit beauftragen. Rund 30.000 Module sind für diese Anlage eingeplant. Die Nennleistung des Solarparks unter Standardtestbedingungen liegt bei etwa 8200 Kilowatt peak (kWp).

Brandscheid Photovoltaik 09 2018.1 v1

Hier ist die Photovoltaik-Freiflächenanlage von Brandscheid zu sehen

Die Stadt Westerburg ist lediglich mit einer Fläche von 34.500 Quadratmetern von dem geplanten Vorhaben betroffen. „Somit liegt die Entscheidung hauptsächlich bei der Ortsgemeinde Hergenroth“, erläuterte Seekatz. Wie der Bürgermeister weiter berichtete, möchte sich die Stadt Westerburg der Maßnahme nicht entgegenstellen und hat sich deshalb im Haupt-, Bau- und Finanzausschuss eingehend über die Angelegenheit beraten.

Wie die Ortsbürgermeisterin von Hergenroth, Nina Podelski im Rahmen der letzten VG-Ratssitzung verdeutlichte, habe der Gemeinderat Hergenroth Bedenken und sich somit noch nicht zu Ende diskutiert. „Wir sind nicht Eigentümer der Grundstücksflächen und haben somit keinen Nutzen davon“, gibt sie zu bedenken und ergänzt: „Im Moment sehen wir dadurch eigentlich nur Nachteile“.

Die Firma MaxSolar hat nach Auskunft der VG-Verwaltung einen förmlicher Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes gestellt. Eine Übernahme der Planungskosten wurde hierin zugesichert.

Ein Augenmerk ist jedoch darauf zu legen, dass der Westerwaldsteig durch die Grundstücksfläche der geplanten Solaranlage verläuft. Der Planänderungsbeschluss erging daher unter dem Vorbehalt, dass der Westerwaldsteig in seinem bisherigen Verlauf auch weiterhin frei zugänglich bleibt oder seitens des Investors ein Vorschlag zur ortsnahen Verlegung unterbreitet wird. Dieser müsse auch von der Westerwald-Touristik mitgetragen werden.
(Text und Foto: Ulrike Preis)