Die VG Westerburg erstellt gemeinsam mit Grundschulkindern einen Kinderplan

Informationen über Spiel- und Freizeitmöglichkeiten gesammelt

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem zunehmenden Standortwettbewerb um Unternehmen und Familien gewinnt die Gestaltung familiengerechter Lebensbedingungen besondere Bedeutung. Das Projekt „Kinderplan Verbandsgemeinde Westerburg“ will daher Kindern ein Instrument an die Hand geben, das kindgerecht auf die Spiel- und Freizeitmöglichkeiten

und das Wohnumfeld in der neuen Verbandsgemeinde hinweist. Dieser kindgerecht aufgearbeitete Plan der Verbandsgemeinde bildet insbesondere Einrichtungen ab, die für Kinder und Familien relevant sind, wie z.B. Kindergärten, Schulen, Spielplätze, individuelle Treffpunkte sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen. Außerdem wird auch auf Gefahrenstellen im Straßenverkehr aufmerksam gemacht.

Bürgermeister Gerhard Loos berichtete auf Nachfrage zur Bedeutung des Kinderplans für die Verbandsgemeinde: „Politik für und mit Kindern ist für jede Kommune eine wichtige zukunftsorientierte Aufgabe. Es geht darum, dass hier die Menschen neben beruflichen Perspektiven auch ein dauerhaft lebenswertes Umfeld finden. Um dies zu gewährleisten, ist es erforderlich, die Familienpolitik und die familienrelevanten Angebote regelmäßig an die aktuellen Entwicklungen anzupassen.“ Insgesamt hat die Unterstützung aller Familien in ihren sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen einen hohen Stellenwert in der Verbandsgemeinde Westerburg; hier sollen sich schließlich Menschen aller Altersgruppen und Kulturen wohl fühlen. Um die Bedarfe und Interessen von jungen und älteren Menschen zu berücksichtigen, wird in der Verbandsgemeinde Westerburg die soziale Infrastruktur für Familien stetig weiter entwickelt.

Der „Kinderplan“, den die Verbandsgemeinde Westerburg in Zusammenarbeit mit dem Beratungszentrum für kommunale Kinder-, Jugend-, Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung (KOBRA) erstellen wird, soll dazu einen Beitrag leisten. Martin Tielmann vom KOBRA Beratungszentrum hat die Zusammenarbeit mit den Grundschulkindern an den sieben Grundschulen der Verbandsgemeinde Westerburg in der Woche nach den Herbstferien aufgenommen. Die gemeinsame Erarbeitung und Gestaltung des Planes erfolgte mit Kindern des 3. oder 4. Schuljahres. Nachdem sich Thielmann mit den Grundschulkindern bezüglich ihrer Lieblingsplätze, ihrer „geheimen“ Spielorte und auch mögliche Gefahrenstellen aufklären ließ, begab sich Thielmann mit den Kindern auf einen gemeinsamen „Streifzug“ durch die Ortsgemeinden und lies sich von ihnen die oben genannten Orte zeigen. Tielmann lobte das große Engagement der Grundschüler und sagte: „ich bin begeistert von den mir gezeigten Orten, diese werde ich gut und kindergerecht mit Farben, Symbolen und Figuren graphisch im Kinderplan darstellen können.“

Als Träger der Grundschulen ließ es sich die Verbandsgemeindeverwaltung Westerburg natürlich nicht nehmen, an einer dieser Gespräche/Begehungen teilzunehmen. Die Viertklässler der Grundschule St. Barbara in Höhn staunten nicht schlecht, als sie auch Besuch vom Verbandsgemeindebürgermeister Gerhard Loos bekamen. Diese Chance nutzten die Schüler und Martin Tielmann und involvierten Bürgermeister Loos in die gemeinsame Erarbeitung und Gestaltung ihres Planes. Vor Ort konnte man merklich wahrnehmen, die Kinder freuen sich auf den Kinderplan, mit dessen Fertigstellung und Veröffentlichung Anfang nächsten Jahres zu rechnen ist.