Treffen am Partnerschaftsbrunnen in Westerburg

Gedenkminute für den verstorbenen Spender Edmund TheißWbg. Partnerschaftsbrunnen 04 2018.1 v1

Im September 2012 feierte die Städtepartnerschaft zwischen der Stadt und Verbandsgemeinde Westerburg und der Stadt Le Cateau in Nordfrankreich ihr 25-jähriges Bestehen. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurde auch der neue Partnerschaftsbrunnen, der sich auf dem Alten Markt in Westerburg befindet, in offiziell in Dienst gestellt. Finanziell ermöglicht wurde dieses

bleibende und vor allem würdige Denkmal der Städtepartnerschaften vom langjährigen Stadtratsmitglied Edmund Theiß. Rund um die Steinsäule, die sich in der Mitte des Brunnens befindet, wurden die Wappen der Partnerstädte Le Cateau (Frankreich), Daventry (England) und Grünstadt in der Pfalz angebracht.

Wbg. Partnerschaftsbrunnen 04 2018.1 v1

Dieser Tage trafen sich der Vorsitzende des Vereins für Städtepartnerschaften, Wolfgang Thiebaut, und einige Vereinsmitglieder mit der Tochter von Edmund Theiß, Dagmar Giebeler-Theiß, deren Ehemann Helmut sowie weiteren Familienmitgliedern. An diesem Treffen nahmen auch Stadtbürgermeister Ralf Seekatz und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Gerhard Loos, teil.

Freundschaften pflegen

„Wir sind heute hier vom Verein für Städtepartnerschaften zusammengekommen, um unserem Gründungsmitglied Edmund Theiß, der am 19. Febraur 2018 verstorben ist, zu gedenken“, hieß Thiebaut die Anwesenden willkommen. In seiner Ansprache erinnerte er an die gemeinsamen Besuche in den drei Partnerstädten. Noch im letzten September waren sie gemeinsam in Le Cateau in Nordfrankreich. „Ich kann nicht genau sagen, wie oft wir zusammen Grünstadt in der Pfalz waren. Aber ich konnte spüren, wie gut Edmund sich dort fühlte, denn wir waren dort in Nähe seines Geburtsortes“, berichtete Thiebaut. „Aber auch der Städtepartnerschaft der Verbandsgemeine Westerburg mit Nowa Wies Wielka in Polen war Edmund aufgeschlossen“, führte er fort.

Die Energie des Wassers

„Edmund Theiß war von Beruf Lehrer und so ist es nicht verwunderlich, wenn er mit der Stiftung des Partnerschaftsbrunnens der Bürgerschaft etwas vermitteln wollte“, so der Vereinsvorsitzende. „Das Brunnenwasser ist auf sehr aktive Art in ständiger Bewegung und Veränderung und verursacht dadurch rhythmische Veränderungen in Abläufen. Das fließende Wasser lässt uns spüren, welche Energie im Wasser stecken kann. Ferner war und ist Wasser immer ein guter Informationsträger. Wasser kann Nachrichten speichern, aber auch übertragen“, erläuterte Thiebaut.

Den Wunsch von Edmund Theiß fasste er kurz zusammen: „Nehmt das Vorbild Wasser und lasst in der Kraft nicht nach, baut die Städtepartnerschaften weiter aus, bildet Freundschaften wo es nur geht und macht nicht an Grenzen halt“.

In diesem Sinne fand eine Gedenkminute an Edmund Theiß statt. Als Symbol des Mitgefühls und der Verbundenheit mit dem Verstorbenen legten die Vereinsmitglieder eine Trauerschleife am Brunnen an. (Text und Foto: Ulrike Preis)