Patricia Küll gab in Westerburg Tipps zu Lebenskrisen

Pleiten, Pech und Pannen - über den leichten Umgang mit schweren ZeitenWbg. Patricia Kuell 04 2019.03 v1

Über „Pleiten, Pech und Pannen und über den leichten Umgang in schweren Zeiten“ wusste Patricia Küll im voll besetzten Pfarrsaal Christkönig in Westerburg viel zu berichten. Das katholische Frauenteam „Gott und die Welt“ hatte Frauen im Alter von plus/minus 50 Jahren zu einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen eingeladen.

Die Organisatorinnen freuten sich, dass sie mit Patricia Küll eine aus dem SWR-Fernsehen bekannte Referentin gewinnen konnten. Zunächst hieß Roswitha Flender die vielseitig aktive Redakteurin und Moderatorin herzlich willkommen.

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Sie stellte den Besucherinnen die Referentin kurz vor. So erfuhren die Zuhörerinnen, dass Patricia Küll im vergangenen Jahr zwei Mal zu Drehtagen im Stöffel-Park in Enspel war. Nach einem kühlen Tag im März folgte ein sonniger Tag im Juni. „Es war heiß, so habe ich den Westerwald in Erinnerung“, so Küll.

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Patricia Küll sprach in Westerburg über Lebenskrisen und wie man damit umgehen kann.

Nun berichtete sie auf amüsante Art von ihrem Malheur mit ihren roten Lackpumps, erzählte von ihrem Vespa-Roller-Unfall auf Korfu und dem gelungenen Familienurlaub in den Bergen. Zur Sprache kam dann auch das Tal der Lebensfreude, das zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr liege. Schließlich legte sie gemeinsam mit dem Publikum Augenpausen ein und animierte zu Atemübungen. Mit ihren Geschichten aus dem eigenen Leben regten sie zum Nachdenken an.

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Viele Begebenheiten waren zum Lachen, einige waren auch sehr traurig. So wie ein nächtlicher Anruf, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihre jüngere Schwester im Sterben liege. „Ich habe fast alle Krisen mitgemacht“, so Küll. Letztendlich müsse jedoch jeder selbst dafür sorgen, dass die Tage wieder bunter werden. „Es liegt an Ihnen, was Sie daraus machen!“, riet die zweifache Mutter den Anwesenden.

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Ihr selbst helfe eine Postkarte am Spiegel als Mutmacher. Dann habe sie noch eine Karte als „To do“-Liste mit vielen guten Tipps. Diese Karten lagen dann auch später zum Mitnehmen aus. Immer wieder las sie Auszüge aus ihrem Buch „Now!“ vor, welches sie im Anschluss auch zum Kauf anbot und signierte.

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„Wie fühlen sie sich jetzt?“, fragte sie in die Runde und die Frauen konnten mit leisem oder auch lauterem Summen ihre Gefühlslage kundtun. Oftmals denke man über Krisen nach, die keine Krisen sind. „Einfach loslassen. Es treten nur zwei Prozent ein, somit können wir 98 Prozent in die Tonne kloppen“, diese Feststellung sei doch einigermaßen beruhigend zu wissen.

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Die eigenen Gedanken überprüfen, gelassener werden, die Einstellung ändern, solche und andere Anregungen gab sie ihren Zuhörerinnen mit auf den Weg. „Stellen Sie sich selbst in den Fokus, das ist in Krisenzeiten wichtig!“, so ihr Ratschlag. Wichtig in schweren Zeiten seien auch eine gesunde Ernährung und Freunde. Ihr Inbegriff von Lebensfreude sei es, wenn sie unter der Dusche singt.

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Manchmal würden Krisen auch zu einer Überraschung führen. Auch hierfür hatte sie ein Beispiel parat. So berichtete sie von dem breitschultrigen Hagen, der sie mit ihrem Gipsfuß 98 Stufen die Treppe hinauf getragen hatte. „Vielleicht steht auch einmal ein großer Mann da und trägt sie auf Händen“, gab sie schmunzelnd zu bedenken. Krisen ließen sich nicht vermeiden, doch wenn man richtig mit ihnen umgehe, könnte man an ihnen wachsen und wenn alles überstanden sei, glücklicher weiterleben.

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Mit lauten Lachern, Kopfnicken und anschließendem Beifall machten die Besucherinnen deutlich, dass ihnen die Ausführungen gefallen hatten.

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„Sie haben mich sehr froh gemacht“, bedankte sich dann auch Roswitha Flender für den kurzweiligen Vortrag und überreichte als Dankeschön ein Geschenk. Wie von Ursula Türk zu erfahren war, wird es die Vortragsreihe in der Form künftig nicht mehr geben. Das Frauenteam Gott und die Welt möchte neue Wege gehen und andere Veranstaltungen planen.

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