Fitness für alle - Was hält uns gesund?

Erste Präventionsveranstaltung der Verbandsgemeinde Montabaur

Fitness für alle – Was hält uns gesund? Die erste Präventionsveranstaltung der Verbandsgemeinde Montabaur hat den Anstoß zum Umdenken gegeben, Gesundheit und Krankheit einmal anders zu betrachten. Den Blick auf das zu lenken, was gesund hält, und dabei Potenziale entdecken und entfalten. Die

Generationenbeauftragte der Verbandsgemeinde, Judith Gläser, hatte federführend rund um das Thema „Gesunderhaltung“ ein Programm mit Vorträgen und Workshops  sowie einen Markt der Möglichkeiten auf die Beine gestellt, das neben Information vor allem Spaß und Unterhaltung brachte. Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in  Rheinland-Pfalz, ist eine Befürworterin der neuen Sichtweise, sie stellte bei ihrem Vortrag das Präventionsgesetz und deren erste Umsetzungsansätze in Rheinland-Pfalz vor.



Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichenthäler bewies bei ihrem Rundgang über den Markt der Möglichkeiten Mut: Unerschrocken stellte sie sich vor aller Augen auf ein Balance-Brett, wackelte, richtete sich aus und schaffte es auch noch, den ihr zugeworfenen Ball zu fangen. Mit dabei waren der Erste Beigeordnete Andree Stein (Mitte) und die Generationenbeauftragte Judith Gläser (3.v.l.) (Bild: VG Montabaur / Ingrid Ferdinand)

Andree Stein, der Erste Beigeordneter der Verbandsgemeinde, erklärte bei der Begrüßung, warum sich die Kommune dem Gedanken der Gesunderhaltung verpflichtet fühlt. Lebendige Dörfer sichern eine gute Lebensqualität für alle Generationen, stärken und festigen Nachbarschaften, fördern die Aktivität in den Vereinen, erläuterte er zu Beginn der Veranstaltung. Und Dr. Ellis Huber, Arzt und Gesundheitspolitiker, einer der Vortragsredner, fasste es so zusammen: „Hinter jeder Krankheit steckt ein Mensch. Sieht der Arzt nur die Krankheit, verursacht er zusätzliche Leiden.“ Doch soweit, bis zur Krankheit, sollte es möglichst gar nicht erst kommen. Dazu stellten einige Krankenkassen aber auch Vereine, Schulen und Kindertagesstätten sowie das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur in der Stadthalle Haus Mons Tabor ihre Förderprogramme vor und luden auch gleich zum Mitmachen ein. Da war das Gelächter erst einmal groß, als sich ein Mädchen unter den Blicken der Freundinnen traute, mit einer großen Brille auf der Nase, schwankend einen vorgezeichneten Parcours zu bewältigen. Was für Lacher sorgte, hat einen ernsten Hintergrund: Die Deutsche Verkehrswacht simuliert mit der Brille eine Situation, wie sich Reaktionsfähigkeit und Gleichgewichtssinn unter Einfluss von Alkohol oder Medikamenten verändern. Gleich an den nächsten Ständen warben der Tennisclub Holler und der Folklorechor Montabaur mit weiteren, gesunderhaltenden Angeboten. Schüler und Lehrer der Freiherr-von-Stein-Realschule plus und der Pfarrer-Toni-Sode-Grundschule aus Nentershausen informierten an ihrem Stand über Zucker in Lebensmitteln. Gemeinsam mit dem Catering-Dienstleister präsentierten sie, wie das Thema „Gesundes Essen“ in ihrer Mensa umgesetzt wird, und verwöhnten die Besucher mit frischen Smoothies und Obstsalat.

Bislang reagierten die Bürger der Verbandsgemeinde Montabaur noch etwas verhalten auf die aufgezeigten Präventionsmöglichkeiten, die Besucher allerdings zogen ein einhelliges Resümee: „Es ist toll, dass sich Montabaur einbringt und hier einmal so viele Möglichkeiten aus verschiedenen Sparten aufzeigt.“ Damit war das ausgegebene Ziel erreicht: Judith Gläser wollte mit „Fitness für alle – Was hält uns gesund?“ Impulse setzen, die den Gedanken zur Förderung der Gesunderhaltung in den Köpfen der Menschen ankommen lässt.