Senioren genossen buntes Programm in der Westerwaldhalle Rennerod

Kindergartenkinder boten „Nikolaustanz“ und Liedvorträge

Schneegestöber und starker Wind konnte die Senioren aus der Stadt Rennerod und dem Stadtteil Emmerichenhain nicht abhalten, zur festlich geschmückten Westerwaldhalle zu gelangen, um an der alljährlich am 2. Adventssonntag stattfindenden, weihnahtlichen Seniorenfeier teilzunehmen. Stadtbürgermeister

Raimund Scharwat freute sich darüber, rund 200 Mitbürgerinnen und Mitbürger ab dem 70. Lebensjahr zu dieser Feier begrüßen zu können. In seiner kurzen Begrüßungsansprache ging er auf die Herausforderungen der sich verändernden Gesellschaft ein und betrachtete dabei besonders die Aufgaben der Gemeinde, die über die so genannte Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger hinaus mehr bieten muss, um das Gemeinwesen „Stadt“ lebendig zu erhalten. Wichtig dabei seien neben den wertvollen Beiträgen der Vereine und Gruppierungen auch die Initiativen Einzelner, die sich gerade im sozialen Bereich anbieten. „Den Menschen mitnehmen bei einer aktiven Gestaltung der Kommunalpolitik, ist eine herausfordernde Aufgabe, der man sich stellen müsse“ so der Stadtbürgermeister. Er wünsche sich „eine gastfreundliche Stadt, in der die ankommenden Menschen, egal ob Flüchtlinge oder zugezogene junge Familien, offen und ohne Vorurteile angenommen werden“, so Scharwat weiter.


Als Gäste konnte er neben den mitwirkenden Vereinen, den katholischen und evangelischen Kirchenchor, die Stadtkapelle Rennerod sowie die kommunalen und kirchlichen Kindergärten, den Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Rennerod, Axel Elsenbast, sowie von der katholischen Pfarrei St. Hubertus Rennerod, Pater Joshi Joseph Manalel begrüßen. Als Vertreter der Patenkompanie des 4./SanRgt 2 hieß  er stellvertretend Leutnant Preis willkommen  und dankte den Soldaten für ihren tatkräftigen Einsatz im Umfeld der Seniorenfeier.  Er bedankte sich bei Familie Stähler, die wie in den vergangenen Jahren mit einer Spende die Getränkeversorgung der Gäste sicherte und sagte den Mitgliedern des Stadtrates und deren Angehörigen ebenfalls Dank für die Übernahme der Bewirtungsaufgaben.
Nach den Liedbeiträgen der beiden Kirchenchöre unter der Leitung von Edmund Plate ging Pfarrer Elsenbast in seiner Ansprache  auf ein zentrales Ereignis des 2. Weltkriegs ein, der Schlacht um Stalingrad und hierbei besonders auf den Arzt und Theologen Kurt Reuber, der die bekannte Figur der Madonna von Stalingrad zeichnete. Als eine zentrale Aussage dieses Bildnisses der Maria mit Kind seien die das Bild umgebenden Worte Licht-Leben-Liebe anzusehen. Auch heute noch gelte es, diese Worte immer wieder durch unser Handeln tatkräftig zu erfüllen.


Ein buntes Bühnenbild gab es danach von den Kindern des katholischen Kindergartens „St. Hubertus“ und der kommunalen Kindertagesstätte „In der Falterswiese“ auf der Bühne zu sehen. Als kleine Bäcker präsentierten sich die Jüngsten. Sichtlichen Spaß hatten sie mit einem „Nikolaustanz“ und den Liedvorträgen.
Bevor Kaffee und Kuchen gereicht wurden, gaben Kammersänger Prof. Dr. hc Erwin Stephan (Siegbrunn Musik Akademie) und Mitglieder seines Ensembles einen Einblick in das breitgefächerte Repertoire. Christina Diel-Theobald entführte mit „Spiel auf Deiner Geige“ von Robert Stolz und „Mein Herr, was dächten Sie von mir“ aus der „Fledermaus“ von Johann Strauß in die Welt der Operette und Ulrike Sukkau präsentierte mit „Ich gehör nur mir“ ein Stück aus dem  Musical „Elisabeth“, und aus dem Musical „Cats“ trug sie  „Memory“ vor. Kammersänger Erwin Stephan zeigte mit „ O sole mio“ und dem berühmten „Wolgalied“ sowie dem gelungenen Duett „Libiamo“, dass er zusammen mit Christina Diel-Theobald aus der Oper „La Traviata“ von Verdi vortrug, wie vielfältig Musik sein kann.  
Die Stadtkapelle Rennerod, unter der Leitung von Norbert Güth, sorgte dann bis zum Schluss der Veranstaltung mit weihnachtlichen Musikstücken, bei denen die Gäste kräftig mitsangen, für einen vergnüglichen und kurzweiligen Ausklang dieses Seniorennachmittags.  Text und Fotos: Elke Hufnagl