Spendenübergabe: 5.000 Euro für „Leben helfen - Stiftung Westerwald“

Weihnachtsspende der ISB unterstützt Menschen in der Region

Dieser Tage fand in der Verbandsgemeindeverwaltung Westerburg eine Spendenübergabe statt. Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) spendete 5.000 Euro an die „Leben helfen - Stiftung Westerwald“. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Gerhard Loos, der Stellvertretender

Vorsitzender der Stiftung ist, konnte hierzu neben dem Vorsitzenden Rubald Schmidt auch die Beiratsmitglieder Gisela Kraemer und Manfred Scheidweiler (Steuerberater) begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, der aus Mainz zur Übergabe des Spendenschecks nach Westerburg gekommen war.
                    Hintergrund
Die Stiftung, die ihren Sitz in Westerburg hat, setzt sich für Menschen aus der Region ein, die unverschuldet in Not geraten sind. Sie unterstützt finanziell bei notwendigen Anschaffungen und vermittelt Kontakte zu Behörden und sozialen Einrichtungen. Gerade Kinder und Jugendliche liegen der Stiftung besonders am Herzen, deshalb unterstützt sie beispielsweise bei der Teilnahme an Klassenfahrten und der Feriengestaltung sowie bei den Themen Ausbildung und Berufseinstieg. So hat sie in den vergangenen 20 Jahren schon vielen Familien auf verschiedenste Art und Weise aus der Not geholfen.  

von links: Manfred Scheidweiler, Gisela Kraemer, Bürgermeister Gerhard Loos, Stiftungsvorsitzender Rubald Schmidt und Dr. Ulrich Link von der ISB.

                         Statt Geschenke
„Anstelle von Weihnachtsgeschenken haben wir uns in diesem Jahr wieder für eine ISB-Spende an eine soziale Einrichtung in Rheinland-Pfalz entschieden“, so Dr. Ulrich Link. „Nach Mainz und Trier haben wir uns in diesem Jahr für den Westerwald entschieden. Wir haben uns für Ihre Stiftung entschieden, weil sie Menschen in der Region, die beispielsweise durch Unfall, Krankheit oder einen anderen Schicksalsschlag in der Familie in Not geraten sind, finanziell unterstützt und Ihnen mit Zuspruch zur Seite steht“, begründet Link die Entscheidung.
                    Schicksalsschläge
Rubald Schmidt nutzte die Gelegenheit, über Geschichte und Hintergründe zu sprechen. „Bei alleinstehenden Frauen mit Kindern ist die Not oft am Größten. Sie stehen stärker im Fokus“, berichtete der ehemalige Generalbevollmächtigte der Nassauischen Sparkasse der sich als Pensionär viel Zeit für die Stiftungsarbeit nimmt. Hinweise auf bedürftige Personen bekommt er oftmals von Diakonie, Caritas und den Kirchen. „Wir bekommen viele Anfragen aus ganz Deutschland“, berichtet Loos, „aber satzungsgemäß sei das Stiftungsgebiet auf den Westerwald beschränkt und die Entscheidungen werden im Stiftungsrat gefällt“.
Schmidt führt verschiedene Beispiele auf, dabei spielen die Namen keine Rolle, denn die meisten von ihnen möchten ihre Not nicht offen zugeben.
Dank finanzieller Zuwendung konnte ein junger Mann, der kurz vor seinem Abitur an Krebs erkrankte, die Prüfung trotz Krankenhaus und Reha meistern und sein Studium beginnen. Einer Familie, die nach einem Wohnhausbrand alles verloren hatte, wurde mit 2.000 Euro auf die Schnelle geholfen. „Aber auch mit kleineren Beträgen können wir immer wieder relativ viel machen“, spricht er die Zuwendung an, die behinderten Menschen, die beim Diakonischen Werk betreut werden, einen Urlaub auf Borkum ermöglichte.

                    Rückhalt geben
„Hier übernahmen wir lediglich den Eigenanteil“, erklärt Schmidt. Eine Postkarte zeugt von der Freude, die die Stiftung damit machen konnte. „Unser Lohn ist, dass die Dinge funktionieren und den Menschen geholfen wird“, so Schmidt weiter. Zum Treffen hatte er einige Akten mitgebracht. Der umfangreiche Schriftverkehr macht deutlich, wie viel Arbeit hinter jeder „Geschichte“ steckt, die ihr ganz besonderes Schicksal birgt.
Schon seit acht Jahren besteht der Kontakt zu einer Familie aus Altenkirchen, die ein schwer behindertes Kind hat. Vor ein paar Jahren unterstützte die Stiftung die Anschaffung eines Fahrzeugs, das auf die Bedürfnisse der fünfköpfigen Familie umgebaut wurde.
„Hier geht es um Menschen, deren Schicksal nicht an die ‚große Glocke‘ gehängt wird, sondern um wirkliche Arbeit, die vor Ort und persönlich begleitet wird“, lobte Dr. Ulrich Link und sprach ein Kompliment für das erbrachte Engagement aus.
„Wir bieten Soforthilfe, wenn es ‚brennt‘, und langfristige Unterstützung, wo wir eine Perspektive für die Zukunft sehen, damit unsere Kinder nicht auf Notwendiges für ihre Entwicklung verzichten müssen. Mit mehr solcher Spenden wären wir auf der glücklichen Seite“, fasste Rubald Schmidt zusammen. „Die Spende der ISB freut uns sehr und unterstützt uns bei künftigen Projekten“, ergänzte sein Stellvertreter Gerhard Loos, der ebenfalls seinen besonderen Dank aussprach.
Kontakt: „Leben helfen - Stiftung Westerwald“, Vorsitzender Rubald Schmidt, Tel. 0172 6845971, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.