Weggefährten verabschieden sich von Wilfried Steinke

Abschiedsgottesdienst in Wirges

Wirges. Ein Abschied fällt selten leicht – schon gar nicht von einem, der jahrelang das evangelische Leben im Westerwald mitgeprägt hat. Viele Freunde, Weggefährten,

Kollegen und Gemeindemitglieder haben sich von Wilfried Steinke verabschiedet, der seit mehr als sechs Jahren Pfarrer der Evangelischen Martin-Luther-Gemeinde Wirges war und sich nun in Richtung Bornich verabschiedet. Dort tritt der 58-Jährige in wenigen Wochen eine neue Pfarrstelle an.
Wilfried Steinke hat in vielen Bereichen seinen Glauben gelebt und bezeugt. In seiner Abschiedspredigt spricht er deshalb nicht nur über seinen Dienst als Gemeindepfarrer, sondern auch von den vielen „Blicken über den Tellerrand“, beispielsweise als Dekan und Notfallseelsorger: „Wir alle sind nicht nur Teil der Kirchengemeinde, in der wir leben. Wir sind auch Teil der weltweiten Kirche“, sagte er.
Auch Dekan Weik lobte Steinke als einen offenen Menschen, der andere in schwierigen Situationen begleitet hat und kündigte an, dass die pfarrerlose Zeit in Wirges wohl nicht allzu lange dauern wird: Noch in diesem Jahr soll ein Nachfolger für Steinke gefunden werden, und bis es soweit ist, wird Pfarrer Winfried Wehrmann die Gemeinde betreuen.


Den anschließenden Empfang eröffneten die Jungen und Mädchen der evangelischen Kindertagesstätte  Regebogenland: Sie verabschiedeten sich von „ihrem“ Pfarrer und seiner Frau Christa Wennhak mit einem Lied und vielen selbstgebastelten Andenken. Und auch die Laudatoren – Vertreter der Kommunen, der katholischen Kirche, der Notfallseelsorge, des Dekanats, des Chores und des Kirchenvorstands – machten deutlich, dass ihnen der Abschied von Pfarrer Steinke und seiner Frau schwerfällt: „Wilfried Steinke ist ein prachtvoller Mensch mit Tiefe“, sagte Präses Michael Müller. „Ein Mensch, der dient. Das gibt es heute leider nur noch selten.“ (bon)