Besucher des Konzertabends waren begeistert und spendeten reichlich Beifall
Es war schon ein ganz besonderes Musikerlebnis, zu dem die Stadtkapelle Westerburg eingeladen hatte. Unter dem Titel „Hui Holland“ konnte der Vereinsvorsitzende Uli Ferger in der Stadthalle Westerburg Gäste aus den Niederlanden begrüßen. Mit rund 60 Personen war das große sinfonische Blasorchester Harmonie L’Union Heythuysen unter der Leitung von Eric Somers aus der Provinz Limburg zu einem
zweitägigen Besuch nach Westerburg gekommen. „Es ist uns eine ganz besondere Freude“, so Ferger. Wie dieser berichtete, hatte sich das Orchester den Westerwald als Reiseziel ausgesucht und über den Kreismusikverband den Kontakt gesucht. Somit war das Aufeinandertreffen, das in Höhn am Hochstein zunächst mit Barbeque und Wanderung begann, ein glücklicher Zufall.

In der Stadthalle Westerburg begannen dann noch am selben Tag die Vorbereitungen für das abendliche Konzert. Zu Beginn brachten die Gastgeber unter der Leitung von Mario Koch zunächst den Marsch aus dem Haag, einen Wiener Walzer und die spritzige Ouvertüre „La Vie Parisienne“ von Jacques Offenbach in der gewohnten Leichtigkeit unterhaltsam zu Gehör.

In der nun folgenden Pause bezogen die Gäste aus Holland ihre Plätze auf der Bühne.


Mit kräftigem Beifall empfing das Publikum nun Harmonie L’Union im Rampenlicht.


Die Zuhörer zeigten sich begeistert und honorierten die Darbietungen immer wieder mit kräftigem Beifall.

Zu den Höhepunkten zählte unter anderem das Klarinettenkonzert von Artie Shaw, bei dem der Sohn des Dirigenten, Ruud Somers (er studiert seit einigen Monaten an der Musikhochschule von Amstersam), als Solist glänzte.


Die sinfonische Blasmusik kam bestens an. So auch „El Carmino Real“ von Alfred Reed und Gabiellas Song von Stefan Nilsson.

Wie Peter Swinkels, der als Moderator fungierte und gemeinsam mit Jules Kierkels den Auftritt in den Westerwald organisiert hatte, gehörte ihr Heimatort Heythuysen in früheren Jahren zu Frankreich und wurde als „Klein Paris“ bezeichnet.

Mit Anspielung hierauf überreichte er Uli Ferger einen Eifelturm als Erinnerungsgeschenk. Ferger dankte den Gästen aus Holland für dieses außergewöhnliche Konzert, das sicher noch lange in Erinnerung bleiben werde.

Für einen schönen Abschluss sorgten nun die beiden Orchester gemeinsam. Zunächst dirigierte Eric Somers Bohemian Tequila. Beim zweiten Part übernahm Mario Koch den Taktstab. Kaiserin Sissi erfüllte die Stadthalle und sorgte für Gänsehaut. Natürlich ging es nicht ohne eine Zugabe.

Ein begeistertes Raunen ging durch den Saal, als „Auf der Vogelwiese“ angekündigt wurde. Auch in Holland würden die Oktoberfeste zunehmen und die traditionelle Blasmusik Einzug halten, so Eric Somers. Er gab zu, dass es für sein Orchester das erste Mal war, dass dieses Stück gespielt wurde.
Die Premiere meisterten die Gäste gemeinsam mit der Stadtkapelle mit Bravour. Langanhaltender Beifall folgte und mit Standing Ovations verabschiedete das Publikum die Profis aus Holland.
