Kompostwerkes Beselich

Spatenstich für Umbau des Kompostwerkes Beselich
Limburg-Weilburg. Nach mehr als zwei Jahren Planungs- und Genehmigungszeit haben die umfangreichen Arbeiten zum Umbau des Kompostwerkes in Beselich begonnen. Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung nahm gemeinsam mit Vertretern der Hermann Hofmann Gruppe, dem Betreiber der Anlage, sowie Vertretern aus der Kommunalpolitik, unter anderem dem Beselicher Bürgermeister Michael Franz, und des Regierungspräsidiums Gießen den obligatorischen Spatenstich vor.
Das vorrangige Ziel des nun begonnenen Umbaus besteht in der konsequenten Kapselung sämtlicher Kompostierungsprozesse für Bioabfall und geruchsintensiven Bestandteilen des Grünabfalls, inklusive Ablufterfassung und deren Abreinigung über moderne Biofilteranlagen. Darüber hinaus werden wesentliche Teilbereiche der vorhandenen technischen und baulichen Substanz des seit 1997 betriebenen Kompostwerkes erneuert bzw. an den Stand der Technik angepasst.
Den wichtigsten Beitrag zur Optimierung des Kompostierungsprozesses werden vier zusätzliche Rotteboxen leisten. Diese ermöglichen bereits in der prozessgesteuerten Intensivrotte die Erzielung eines hohen Reifegrades. Die Gesamtverweilzeit des Abfalls in den vorhandenen und neuen Boxen wird dadurch in etwa verdreifacht. Der in den Boxen erzeugte Kompost kann danach bis zur Absiebung und Vermarktung in den bisher nur überdachten, zukünftig jedoch vollständig geschlossenen Hallenbereichen unproblematisch gelagert werden.
Zur Rückhaltung geringster Geruchs- und Staubemissionen erhalten sämtliche Hallentore sogenannte Luftschleieranlagen. Damit kann sichergestellt werden, dass weder durch innerbetriebliche Fahrzeugbewegungen (beispielsweise Radlader) noch durch externe Fahrzeugbewegungen (beispielsweise Abfallsammelfahrzeuge) relevante Geruchsemissionen aus den Hallen austreten können. Die geruchsbelastete Abluft aus Hallen und Rotteboxen wird zukünftig konsequent erfasst und über die dafür vorgesehenen Biofilteranlagen gereinigt.
Die Erweiterung des Eingangsgebäudes, die Herrichtung eines neuen Tank- und Waschplatzes, die Umsetzung und Erweiterung des Bereiches für Privatabholer sowie bauliche und technische Maßnahmen zum Brandschutz und zur Abwassererfassung/-abreinigung und Wiederverwertung runden die Baumaßnahmen ab.
Nach Durchführung eines öffentlichen Verfahrens, bei dem sämtliche Genehmigungsunterlagen für die Bevölkerung zur Einsichtnahme ausgelegt worden waren, ohne dass es zu Einsprüchen gekommen war, wurde am 22. November 2018 die Bau- und Betriebsgenehmigung durch das Regierungspräsidium Gießen erteilt. Insgesamt werden in den Umbau rund 6,7 Millionen Euro investiert. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnen die Verantwortlichen im Juli des kommenden Jahres.
Zum Schluss der Veranstaltung gab der Betriebsleiter der Anlage, Michael Schneider, noch einen wichtigen Hinweis für private und gewerbliche Anlieferer und Abholer. Während der Umbauphase können Grünabfälle in einem gesonderten Bereich der Anlage angeliefert und Erdenmischungen, Fertigkompost wie auch Rindenmulch uneingeschränkt abgeholt werden.
(Foto und Text: Pressestelle der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg)