100 Tage Landrat Michael Köberle

Die ersten 100 Tage im Amt als Landrat unseres Landkreises Limburg-Weilburg sind sehr positiv verlaufen.100 Tage Landrat Michael Köberle
Ich habe jeden Standort der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg besucht und in den ersten drei Monaten meiner Amtszeit rund 500 Termine absolviert. Inzwischen habe ich mit vielen Kolleginnen und Kollegen gesprochen und mit der Einrichtung einer Anlaufstelle für ehrenamtliche

Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter unseres Landkreises auch ein wichtiges Wahlziel bereits umgesetzt, dort werden sie bei ihren Vorhaben unterstützt und beraten. Diese ehrenamtliche Vereinsarbeit spielt insbesondere in unserem ländlich geprägten Raum, in dem die Vereine neben der Familie entscheidender Lebensinhalt vieler Menschen sind, eine ganz große Rolle. Gleich zu Beginn meiner Amtszeit habe ich im Rahmen eines Neujahrsempfangs zudem die Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamts-Card ausgezeichnet, was mir ebenfalls sehr wichtig war.

Ich arbeite in einem freundlichen, angenehmen Umfeld, das von einem guten Miteinander geprägt ist. Gemeinsam im Team möchte ich die Zukunft unseres Landkreises Limburg-Weilburg gestalten. Ich hatte bereits meine erste Kreistagssitzung als Landrat, daneben gab es bereits mehrere Sitzungen des Kreisausschusses, wobei ich überall ein gutes Miteinander erleben durfte. Auch Gespräche mit den Bürgermeistern des Landkreises, dem Regierungspräsidenten sowie den führenden Vertreterinnen und Vertretern der Industrie- und Handelskammer und Unternehmen habe ich bereits geführt.

Seit 1. Januar 2019 bin ich nun Landrat unseres wunderschönen Landkreises Limburg-Weilburg. Wir sind ein Landkreis. Als Landrat ist es mir deshalb sehr wichtig, in allen Orten unseres Landkreises bei den Bürgerinnen und Bürgern präsent zu sein, ganz so, wie ich es auch bereits im Wahlkampf war. Zudem biete ich Bürgersprechstunden an, die gut angenommen werden. Es ist für die Zukunft ein regelmäßiger Wechsel der Standorte dieser Bürgersprechstunde zwischen Limburg und Weilburg und gegebenenfalls auch in den Gemeinden unseres Landkreises vorgesehen. Für mich ist es von zentraler Bedeutung, die Sachverhalte immer aus dem Blickwinkel der Bürgerinnen und Bürger zu betrachten, um so Lösungen herbeizuführen.

Zu meinen weiteren inhaltlichen Schwerpunkten möchte ich gerne Folgendes sagen: Von entscheidender Bedeutung für die Menschen in unserem Landkreis Limburg-Weilburg ist insbesondere der kontinuierliche Ausbau und die Weiterentwicklung der Infrastruktur. Ich denke dabei vor allem an unsere Kreisstraßen. Ich möchte unser bereits bestehendes Kreisstraßenprogramm in den kommenden Jahren so fortsetzen, dass alle Kreisstraßen saniert werden. Und ich möchte, dass jede Kreisstraße in einem Turnus von 25 bis 30 Jahren nach ihrer letzten Sanierung erneut instandgesetzt wird, denn nach diesem Zeitraum werden sie marode. Die Unannehmlichkeiten bei der Straßensanierung bitte ich bereits jetzt zu entschuldigen (siehe Anlage).

Zu einer guten Infrastruktur zählt aber auch unser flächendeckender Breitbandausbau. In diesem Bereich haben wir als Landkreis bereits die zweite Stufe unseres Ausbaus erreicht, der die Anbindung auch entlegener Häuser, der Gewerbegebiete, Krankenhäuser und insbesondere aller Schulen mit Glasfaser vorsieht. Mein Ziel ist es, bis September/Oktober alle Schulen mit Glasfaser versorgt zu haben. Ich denke in diesem Zusammenhang aber auch an einen Ausbau des Mobilfunknetzes, der es den Menschen ermöglicht, überall in unserem Landkreis ihr Handy ohne Beeinträchtigung nutzen zu können.
Zu einer funktionierenden Infrastruktur zählt auch eine bestmögliche soziale und medizinische Versorgung, die bei mir ebenfalls auf meiner Agenda ganz oben steht. Die Stärkung unseres Kreiskrankenhauses in Weilburg sowie des St. Vincenz in Limburg ist aus meiner Sicht in diesem Bereich ebenso von großer Bedeutung wie die Verbesserung der Hausarztversorgung und die Einrichtung von medizinischen Versorgungszentren, hier arbeiten wir an einem kreisweiten Konzept für die Bürgerinnen und Bürger.

Ein großes Thema ist die Interkommunale Zusammenarbeit, auch über Landesgrenzen hinaus. Und hier haben wir bereits mit dem Kauf der MBS-Anlage zur Abfallbeseitigung in Rennerod, den wir gemeinsam mit dem Westerwaldkreis vollzogen haben, ein richtiges und wichtiges Signal gesetzt. Auch mit dem Kollegen Frank Puchtler aus dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Kollegen Frank Kilian aus dem Rheingau-Taunus-Kreis habe ich bereits persönliche Gespräche führen können, in denen es insbesondere um die Beförderung der zahlreichen Schülerinnen und Schüler sowie der Bürgerinnen und Bürger ging, die über die Landesgrenzen hinweg befördert werden. Wir wollen hier gemeinsam die ÖPNV-Verbindungen verbessern und optimieren. Eine gute Abdeckung durch unseren ÖPNV ist mir ein wichtiges Anliegen, für die ich mich gerade auch innerhalb der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil als Aufsichtsratsvorsitzender intensiv einsetze.

Ganz wichtig ist es mir aber auch, die Digitalisierung innerhalb unserer Kreisverwaltung Limburg-Weilburg voranzubringen. Viele Dinge, beispielsweise im Kfz-Bereich, sollten unsere Bürgerinnen und Bürger demnächst bequem vom heimischen Wohnzimmer aus erledigen können. Und in dieses Themenfeld gehört auch ein moderner Internet-Auftritt der Verwaltung, inklusive sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram. Eine Projektgruppe arbeitet derzeit intensiv daran, dies umzusetzen.

Die unter meinem Vorgänger Manfred Michel so hervorragend begonnene Sanierung unserer Schulen werde ich weiter fortsetzen, denn auch ich bin der Auffassung, dass wir unseren Kindern bestmögliche Bildungseinrichtungen anbieten müssen (siehe Anlage).

Der Kreistag hat den in einem Gutachten des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) bis zum Jahr 2040 prognostizierten Fehlbedarf an preisgünstigem Wohnraum anerkannt und ein Förderprogramm für den Wohnungsbau im preisgünstigen Segment aufgelegt. Es ist mir sehr wichtig, dass dieses Förderprogramm zum Wohle der Kommunen unseres Landkreises erfolgreich umgesetzt wird. Die Förderung des Landkreises Limburg-Weilburg von preisgünstigem Wohnraum erfolgt in der Form von Zuschüssen zum Neubau oder der Sanierung von Wohnungen an die Städte und Gemeinden im Landkreis. Ich möchte unser Beschwerdemanagement in der Kreisverwaltung weiter verbessern, damit Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger transparent abgearbeitet werden.

Von großer Bedeutung ist für mich ferner die Interkommunale Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern des Landkreises Limburg-Weilburg in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Umsetzung der europäischen INSPIRE-Richtlinie im Landkreis Limburg-Weilburg in Zusammenarbeit mit den Kreiskommunen nenne ich als ein Beispiel hierfür. Der Landkreis Limburg-Weilburg und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben beschlossen, gemeinsam im Wege einer interkommunalen Zusammenarbeit eine landkreisweite Geodateninfrastruktur aufzubauen. Sie wurde von allen Gremien des Landkreises und der Kommunen beschlossen. Daraufhin wurde eine Verwaltungsvereinbarung mit den Kommunen abgeschlossen. Zur Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie wird der Landkreis Limburg-Weilburg rückwirkend zum 1. Januar 2019 stellvertretend für alle Kreiskommunen Mitglied bei der Arbeitsgemeinschaft Geodateninfrastruktur Südhessen (GDI Südhessen). Aktuell befinden sich die Verträge im Umlauf bei den Vertragspartnern.


Schließlich ist es gerade für unseren aus zahlreichen Pendlerinnen und Pendlern bestehenden Landkreis Limburg-Weilburg enorm bedeutsam, die Wirtschaftsförderung weiter zu stärken, dies in Verbindung mit einer noch besseren Anbindung, unter anderem an die Rhein-Main-Region.

Und dies alles auf Basis einer guten und soliden Finanzpolitik, die in den nächsten Jahren – nimmt man die aktuellen Zahlen und Prognosen – wohl wieder etwas schwieriger werden wird. Als Vorsitzender der Verwaltungsräte der Sparkassen Limburg und Weilburg arbeite ich mit den Kolleginnen und Kollegen daran, die Banken weiterzuentwickeln. Gleiches gilt auch für das Jobcenter, dessen Vorsitzender der Trägerversammlung ich bin.

Es gibt viele Bereiche und Themen in unserem Landkreis Limburg-Weilburg, die ich gerne mit viel Engagement angegangen bin und weiterhin angehen werde. In den ersten 100 Tagen meiner Amtszeit wurde mir bewusst, wie enorm vielseitig die Aufgaben eines Landrats sind. Ich bin glücklich, in dieser Position viel gestalten zu können, und werde mein Bestes dafür tun, dies auch für die Bürgerinnen und Bürger umzusetzen.

(Foto und Text: Pressestelle der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg)