Jede Geschäftsidee braucht ihren Markt

 20 Existenzgründerinnen kamen zum vierten GründerinnenabendExistenzgruenderinnenabend

Auf Einladung des Kreisfrauenbüros, der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH (WFG) und der Bundesagentur für Arbeit Limburg-Wetzlar kamen 20 Existenzgründerinnen aus dem Landkreis zum vierten Gründerinnenabend. Der Abend stand ganz im Zeichen der Vernetzung. Gerade in der ersten Phase einer Firmengründung ist

das Thema „Vernetzung“ entscheidend für den eigenen Unternehmenserfolg. Für Kleinstgründerinnen sind Kontakte in der Region von wichtiger Bedeutung. Das persönliche Zusammentreffen, der Austausch von Visitenkarten und von Geschäftsideen sowie von Erfahrungen anderer Gründerinnen zu hören ist für die Teilnehmerinnen ebenso interessant wie unterhaltend. Zudem ermöglicht das Gehörte auch eine Reflektion der eigenen Gründung.

Existenzgruenderinnenabend

Beim Existenzgründerinnenabend (von links): Sabine Bühler (Vorsitzende von FRIDA e.V., Führende Frauen in der Region), Iris Angrick (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar), Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff, Personal Shopperin Jana Klunk, Stefanie Seefeldt (Geschäftsführerin Barmer), Senta Masurat (Wirtschaftsanwältin aus Limburg), Brigitte Erdmann (Limburger Business Lunch) und Melanie Raabe (Assistentin der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez).

Gründerinnen hatten die Möglichkeit, sich auszutauschen, wichtige Kontakte zu knüpfen und Informationen zu erhalten. Bereits agierende Netzwerke aus dem Landkreis wie die Wirtschaftsjunioren, der Unternehmerinnenverein FRIDA und die Gruppe Limburger Business Lunch präsentierten sich und ihre Arbeit. Im Anschluss an das Treffen standen Stefanie Seefeldt, Geschäftsführerin der Barmer und Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren, Sabine Bühler, Vorsitzende von FRIDA e.V. (Führende Frauen in der Region), und Brigitte Erdmann, Limburger Business Lunch, den interessierten Frauen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. „Besonders interessant an einem Netzwerkabend ist, dass sich Gründerinnen mit ihrem Portrait persönlich vorstellen und von der Geschäftsidee bis zum erfolgreich laufenden Betrieb oder Geschäft berichten“, so die Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff.
Eingeladen war die Personal Shopperin, Jana Klunk, die sehr anschaulich und unterhaltsam über das Herausfinden der Persönlichkeit eines Menschen (Beruf, Hobbies) den dazu passenden Kleidungsstil ermittelt, berät und beim Einkauf des neuen Outfits begleitet.
Die Wirtschaftsanwältin und ehemalige Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Limburg-Weilburg, Senta Masurat, ging auf das Gründungsverhalten von Frauen ein und berichtete, dass nur 34 Prozent der Gewerbegründungen von Frauen getätigt werden, viele davon als Einzelunternehmen ohne Personal. „Je weniger Beschäftigte desto wahrscheinlicher, dass eine Frau die Führung hat“, so die Anwältin. Sie ging weiterhin auf die Bedeutung des Netzwerkens ein und empfahl den Gründungsfrauen, nicht gegen Windmühlen zu kämpfen und sich stattdessen ein funktionierendes, unterstützendes Umfeld zu suchen.
„Der heutige Existenzgründerinnenabend soll neben neuen Kontakten die Möglichkeit bieten, Kraft zu schöpfen, um Durststrecken zu bewältigen, denn auch Rückschläge gehören dazu“, so die Veranstalterinnen bei der Eröffnung des vierten Existenzgründerinnenabends im Landkreis Limburg-Weilburg. Immer mehr Frauen entdecken die Selbstständigkeit als beruflichen Weg für sich. Untersuchungen zu Existenzgründungen sagen „Frauen gründen anders als Männer“. Frauen gründen vorsichtiger, öfter im Nebenerwerb, die Gründungen sind stabiler und überleben länger, so Iris Angrick, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. „Gerade in der ersten Phase einer Firmengründung ist es wichtig, Netzwerke zu erschließen, geeignete Beratungsstellen kennenzulernen und passgenaue Hilfen zu bekommen, die auch entscheidend für den eigenen Unternehmenserfolg sein können“, ergänzte die Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff.
„So viel Beratung wie möglich, das ist die oberste Prämisse bei einer Existenzgründung“, warb Melanie Raabe, Assistentin der Geschäftsführung der WFG. Aus diesem Grund bietet die WFG ganzjährig Seminare zur Existenzgründung an. Zweimal im Jahr auch - in Zusammenarbeit mit dem Kreisfrauenbüro – exklusiv für Gründerinnen. Informationen hierzu gibt es unter www.wfg-limburg-weilburg-diez.de