Schule in Zeiten von Corona

Mündliche Abiturprüfung am Evangelischen Gymnasium
Was ist eigentlich noch normal in diesen Tagen? In den Schulen beispielsweise fast gar nichts mehr. In diesen Tagen finden in Rheinland-Pfalz die mündlichen Abiturprüfungen statt – so auch am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg. Auch hier drehte sich vieles um das Virus, das unser Land in Atem hält: Erhöhte Hygienemaßnahmen, größerer Sitzabstand in den Prüfungsräumen, keine Beisitzer in den Prüfungen und so weiter. Zwar trug die aktuelle Situation nicht unbedingt zur weiteren Entspannung bei den Prüflingen bei – die Prüfungen selber sollten aber nicht durch die äußeren Umstände negativ beeinflusst worden sein. Immerhin: Ein Stück weit Normalität, konnten doch alle Prüfungen wie geplant stattfinden und das Abitur in einem geordneten Rahmen zu Ende gebracht werden. Auf welche Weise die Zeugnisse nun übergeben werden können steht aber weiterhin in den Sternen.
Unterdessen arbeiten die restlichen Schülerinnen und Schüler im „Home Office“. Nicht nur der Raiffeisen-Campus, auch viele weitere Schulen im Westerwaldkreis waren auf die Situation vorbereitet und haben bereits frühzeitig Planungen angestellt, wie die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Schulschließungen so mit Aufgaben versorgt werden können, dass ein kontinuierliches Arbeiten, Wiederholen und Vertiefen ermöglicht wird. Auch am Evangelischen Gymnasium konnte bereits im Vorfeld der Schulschließung eine Weiterführung des Unterrichts sichergestellt und garantiert werden. Digitale Lernplattformen, wie etwa Office 365, welches in der aktuellen Situation auch von vielen Unternehmen genutzt wird, und ein offenes und gut geschultes Lehrerkollegium tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler vernetzt lernen, gemeinsam Projekte bearbeiten, Feedback der Lehrkräfte erhalten und kontinuierlich ihr Wissen ausbauen. Die über einige Jahre erprobte und im Alltag eingesetzte Nutzung der Digitalisierung auf den iPads und in den kollaborativen Lernformen zahlt sich nun aus.
Wenngleich dies alles kein Ersatz für den „richtigen“ Unterricht ist, so bringen diese Maßnahmen zumindest ein wenig Normalität zu den Schülerinnen und Schülern nach Hause. Und wenn sich die Digitalisierung hierdurch in den Schulen zukünftig noch weiterverbreitet und gemeinschaftliches ortsunabhängiges Lernen weiter verstärkt wird, dann hat die ganze Sache zumindest noch etwas Gutes.
(Text: Evangelisches Gymnasium Bad Marienberg)