Lions Club Bad Marienberg präsentierte LOST IN THE JAM

Bis sich die Dämmerung über das KulturGut Hirtscheid legte… vor ausverkauftem Haus, oder besser gesagt Innenhof des KulturGuts

Für viele war es das erste Konzert nach langer Zeit. Umso dankbarer folgten die Gäste der Einladung. Nach einer kurzen Begrüßung der Lionsfreundin Beatrix Binder übergab sie das Wort an den Past-Präsidenten Hjalmar Menk, der den Club und seine Aktionen vorstellte und bekanntgab, dass der Erlös aus dem Konzert an ein Projekt des Kunstforums Westerwald gehe. Dessen Vorsitzender, Friedhelm Zöllner, bedankte sich: „Kunst und Kultur haben es in Deutschland momentan nicht ganz einfach.“ Ein Grund mehr für seine Freude über die Zuwendung des Lions Clubs.
Seinen Dank richtete der Past-Präsident des Lions Clubs, Hjalmar Menk, an die Sponsoren: die Westerwald Bank, Sparkasse Westerwald Sieg, Irene Scheidweiler (Vecoplan), Simone Bellersheim, Iris und Kurt Kühmichel sowie Silke Schneider.

Die Musiker betraten die Bühne und zauberten stimmungsvolle Momente. „Jazz till Dusk“ – der Name des Programms beschrieb den Verlauf des Abends.
Die Besucher saßen gut behütet unter den aufgebauten Pagodenzelten, (doch) das Wetter hielt und die Gäste waren angetan – nicht nur von der Atmosphäre des KulturGuts, sondern auch und vor allen Dingen von dem abwechslungsreichen und mitreißenden Repertoire der virtuosen und professionellen Musikern: Gregor Groß (Trompete, Vocals), Frank Bergmann (Sax), Marian Zygmunt (Sax), Armin Franz (Piano), Johannes Pfeifer (Bass), Karl Fedke (Drums) sowie der Sängerin Annette Briechle. Ob instrumental oder im Solo- und Chorgesang - jazzig schwungvoll ging es in die Dämmerung.

Die begeisterten Zuhörer begegneten musikalischen Größen des Cotton Clubs wie Duke Ellington, Cab Calloway, Grand Dame Ella Fitzgerald oder Louis Armstrong. Wenn man die Augen schloss, meinte man Satchmo zu hören, täuschend echt vom Trompeter und Sänger Gregor Groß interpretiert. Stücke wie „Mr. Bojangles“, „What a wonderful world“ und „Just a Gigolo“ führten zum Mitsummen und Wippen der Füße. Der guten Laune konnte sich kaum jemand entziehen. Als die Zugaben erklangen, war die Sonne längst schon untergegangen.

Auch Gregor Groß fühlte sich großartig: „Sie waren das beste Publikum, das wir seit einem Jahr hatten. Und das lag nicht nur daran, dass es unser erstes Konzert nach vielen Monaten war.“

Ein mehr als gelungener Abschluss des vergangenen und vielversprechender Auftakt in ein neues Lionsjahr.
(Doris Kohlhas)