Der Wäller Ruheweg (W1) im WällerLand ist frisch markiert

Der 14-Kilometer-Weg für Wanderer und Radfahrer startet am WiesenseeWanderpaten W1 auschildern v Nina Engel v1

Vier Wegepaten haben ganze Arbeit geleistet und für Einheimische und Besucher einen neuen Weg markiert. Er gehört zu fünf W-Wegen, die sich rund um den Wiesensee in die Landschaft erstrecken. Dieser hier ist 14,4 km lang, leicht zu laufen und weist mäßige Steigungen auf, die mit schönen Ausblicken belohnt werden. In diesem Zusammenhang noch ein aktueller Hinweis: Am Sonntag, 5. September, geht Marion Allmacher

von der VG Westerburg den Ruheweg. Wer sie begleiten möchte, ist willkommen: Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Tourist-Info (TiWi) am Winner Ufer 9 in Stahlhofen a.W.!

Beschreibung des Weges
Auf die Frage, für wen der Weg interessant sein könnte, antwortet der Wanderpate Bernd Koschmieder mit Nachdruck: „Ich würde den Weg jedem empfehlen!“
„Es ist schon gleich ein schöner Anfang mit dem Blick über den Wiesensee“, schwärmt er. Start ist an der Tourist-Information Wäller Land am Wiesensee (TiWi). „Dann geht es an den Golfwiesen entlang, und man kann den Leuten zugucken, wie sie danebenhauen“, versprüht er seinen Humor.

W1 Schild v Nina Engel v1

„Nur eine Ruhebank oberhalb von Hergenroth könnte man sich noch wünschen“, meint er und lobt den Blick, wenn der See bis Pottum umrundet ist und dann hoch am Stadion vorbeiführt, Richtung Harschbacher Feld, danach Halbs durchquert und schließlich nach Süden abfällt, Richtung Hergenrother Kopf, wo sich mehrere Aussichtpunkte aneinanderreihen. Der Wäller Ruheweg führt danach an der Liebfrauenkirche vorbei und durch Hergenroth und den Wald „Eigen“ nach Stahlhofen hinein und am See – über den Damm – zum Ausgangspunkt zurück.
Tipp: Der Weg ist auch als Radweg zu nutzen. Etwas unwegsamer ist nur ein kleiner Abschnitt bei Westerburg.

Wanderpaten W1 auschildern v Nina Engel v1
Wanderpaten und Barbara Sterr; W1-Schild - Foto: Nina Engel


Die Wegepaten
Neben Jens Wagner und Manuel Ernst ist das Ehepaar Bernd und Gisela Koschmieder aus Montabaur-Horressen für die Markierung des W1 verantwortlich – rein ehrenamtlich! „Wir haben den Aufruf in der Zeitung gelesen und hatten beide gleich Lust auf die Aufgabe“, erzählt Bernd Koschmieder. Sie wussten, worauf sie sich einlassen, hatten sie doch schon oft für die Leichtathletikabteilung des TuS Montabaur Stecken ausgeschildert und auch vom TuS aus für den Münz-Lauf in Koblenz Strecken betreut.

Schwan Wiesensee tast v1

Der Wiesensee mit Wasservögeln - Foto: Tatjana Steindorf

„Wir wandern gern und freuen uns selbst über gut ausgeschilderte Strecken“, erklärt Koschmieder. „Gerade in Zeiten von Corona war und ist die Wegepatenschaft eine Aufforderung für uns, einen Weg zu gehen. Und bei etwas schlechterem Wetter haben wir ein Ziel und sind dann auch unterwegs.“ Die Wegepaten haben nicht nur den W1 neu ausgeschildert (der früher eine andere Wegführung hatte und dessen Markierung heruntergekommen war), sie haben ihr sogar schon wieder kontrolliert.
Und damit nicht jeder irgendwie markiert, hat Nina Engel von der WällerLand-Touristik Barbara Sterr (WanderTourenTeam Rengsdorf) mit der Schulung der Wegepaten beauftragt, was von Koschmieder sehr gelobt wird. Eine weitere Motivation für Koschmieders war: „Rund um Montabaur kennen wir alles und können bald jeden Baum mit Namen begrüßen. Es ist schön, wenn man mal in eine andere Gegend reinkommt.“

Kurz & bündig
Kennzeichnung: Der W1, Wäller Ruheweg, ist in beide Richtungen ausgeschildert mit W1 in gelber Farbe auf schwarzem Grund.

Läge: ca. 14,4 km

Start und Ziel & Kontak: Tourist-Information WällerLand am Wiesensee (TiWi), Winner Ufer 9, 56459 Stahlhofen a.W., Telefon 02663/291-494, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.waellerland.de
Wahlweise Start bei der Liebfrauenkirche, Marienweg 12, Westerburg

Anspruch: leicht bis mittel

Wegbeschaffenheit: zu einem großen Teil asphaltierte, befestigte Wirtschaftswege bzw. im Ort Bürgersteige
Schatten, offene Stellen, aber auch von Bäumen gesäumte Wege und etwas Wald

Besonderheiten: Wiesensee, Ausblickpunkte oberhalb von Halbs Richtung Tal/Hergenroth, Wallfahrtskirche Liebfrauen

Einkehr und Rastplätze: Ruhebänke gibt es rund um den Wiesensee und an der Liegewiese vor Pottum, wo auch ein Kiosk die Besucher verpflegt. Hotel und Golfcafé stehen für eine Einkehr bereit und Gaststätten in Pottum. Rastplätze gibt es am Spielplatz zwischen Pottum und Halbs, der direkt am Sportplatz liegt. In Stahlhofen a.W. ist ein hübscher kleiner Spielplatz mit Sitzbänken am Bürgerhaus zu finden.
(Text: Tatjana Steindorf, Fotos: Nina Engel und Tatjana Steindorf)