305 Blutspender kamen zum DRK-Ortsverein Westerburg

Terminreservierung wird gut angenommen und soll fortgeführt werdenWbg. DRK Blutspende 04 2021.04 v1

Blutkonserven sind lebenswichtig und werden in den Krankenhäusern immer benötigt. Mit diesem Wissen gehen viele Menschen aus der Region zum Blutspenden. Für sie ist diese Hilfe am Nächsten selbstverständlich. Gerade jetzt in der Corona-Pandemie wird viel über die Gesundheit in der Familie und im Freundeskreis nachgedacht und gesprochen. Anderen zu helfen und mit dem eigenen Blut das

Leben von Mitmenschen zu retten, das lag auch den 305 Blutspendern am Herzen, die am vergangenen Montag der Einladung des DRK Ortsvereins Westerburg in die Berufsbildende Schule Westerburg (Hofwiesenstraße) folgten.

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Bei den Ankömmlingen wurde darauf geachtet, dass sie Schutzmasken tragen und sich die Hände desinfizieren. Um die erste Station passieren zu können, musste zunächst einmal die Körpertemperatur gemessen werden. Wer mehr als 37,5 Grad hatte, der durfte an der Blutspende nicht teilnehmen. Gleiches galt für Personen, die unter Husten, Luftnot und/oder Gliederschmerzen leiden. Nicht mehr eingelassen wurden Kinder und andere Begleitpersonen.

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Alles verläuft sehr entspannt
„Diesmal kamen 17 Erstspender“, freuten sich Bereitschaftsleiter Marcel Martinka und sein Stellvertreter Marco Breuer. „Mittlerweile wird die Terminvergabe sehr gut angenommen. 300 Personen hatten sich im Vorfeld angemeldet. Somit kamen nur 5 Blutspender spontan“, ist von Martinka zu erfahren. Und Breuer ergänzt: „Jetzt kommt es nicht mehr zu lange Warteschlangen und alles verläuft sehr entspannt“.
„Die App ist richtig gut“, freuten sich auch Sarah und Patrick Baumann (36) aus Härtlingen. Das Ehepaar äußerte den Wunsc, dass die Terminvergabe auch nach der Corona-Pandemie fortgeführt werde. Beide sind in der Feuerwehr ihrer Heimatgemeinde aktiv. „Ich habe eine sehr seltene Blutgruppe“, berichtet die 36-Jährige, das sei sehr gefragt.

Zu den treuen Blutspendern zählt auch Thomas Mauer (33) aus Salz, der durch den Freundeskreis animiert wurde und sich „in normalen Zeiten“ gerne auch vom DRK-Team zum Imbiss einladen ließ. Doch das ist seit fast einem Jahr nicht mehr möglich. Zu groß sei das Risiko für die emsigen Frauen des DRK-Küchenteams, die größtenteils schon das 65. Lebensjahr überschritten haben. Stattdessen gibt es jetzt Verzehrgutscheine von der Bäckerei Garcia in Westerburg. „Die kann man auch mal für einen leckeren Kuchen einlösen“, bemerkte Martinka augenzwinkernd.

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Blutspender sind Lebensretter
Anderen Menschen helfen, das möchte auch Karlin Victor aus Westerburg. Wie von dem 46-Jährige erzählte, war seine Mutter einmal sehr krank und brauchte selbst Blutkonserven. Ähnliche Erfahrungen hat auch Inge Schwarz aus dem Westerburger Stadtteil Sainscheid gemacht, deren Ehemann schwer erkrankt war. Die 70-Jährige war schon mehr als 60 Mal zur Blutspende. Mit sozialen Aspekten begründete auch Patrick Gräf (29) aus Mähren seine Blutspende.

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Zu den 17 Erstspendern zählte Niklas Eisenhuth aus Dornburg-Langendernbach. Der 21-jährige Student wurde durch seine Mutter zur Blutspende animiert.

Waren die ehrenamtlichen Helfer des DRK Ortsvereins bisher in zwei Schichten vor Ort, so hatten sie diesmal die Aufgabe, während der ganzen Blutspendezeit Dienst zu schieben. Überdies kümmerten sich die 14 eingeteilten Ehrenamtlichen um den Auf- und Abbau der Stationen, wobei stets auf den nötigen Sicherheitsabstand geachtet werden musste. Überdies galt es, Desinfektionsspray überall dort zu platzieren, wo die Blutspender sich kurz aufhalten müssen. Erfrischungsgetränke werden angeboten, Süßigkeiten zum Mitnehmen bereitgestellt und als kleines Dankeschön-Geschenk gab es diesmal ein leuchtend rotes „Lebensretter Multifunktionstuch“.